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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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wurde er an derUniversitätWienmit der Schrift »Kleingewerbe undHausin- dustrie in Österreich« für das Fach Politische Ökonomie habilitiert. Vom Sommersemester 1896 bis zumSommersemester 1935 lehrte er beinahe ohne UnterbrechungalsPrivatdozentfürPolitischeÖkonomie(ab1902mitdemTitel eines außerordentlichen Professors) an der Rechts- und Staatswissenschaftli- chenFakultätundbot insbesonderedasnationalökonomischeProseminarzum Thema »Gebiete und Organisation der wirtschaftlichen Tätigkeit« an.1904 wurde Schwiedland ordentlicher Professor der PolitischenÖkonomie an der TechnischenHochschule,woerbis1933 tätigwar. Aufgrund der Professur an der Technischen Hochschule gab Eugen SchwiedlandseineTätigkeitinderKammerauf,leiteteabervon1908bis1912als wirtschaftswissenschaftlicher Berater eine Abteilung imMinisterium für öf- fentlicheArbeiten undwarmit der Leitung der Abteilung zur Erstattung von GutachtenüberwirtschaftlicheFragenundJugendfürsorgebetraut.Von1917bis 1921 war er zudem Mitarbeiter des Generalkommissariats für Kriegs- und Übergangswirtschaft.Weiters war Schwiedland Vorsitzender des Beirates der niederösterreichischen Landesstelle für Arbeitsvermittlung, saß im Verwal- tungsrat von»Ankerbrot«undgabdieZeitschrift »Arbeitsnachweis«heraus. Gemäß seinerKarriere in derKammer und alswirtschaftlicher Berater be- schäftigte sichEugenSchwiedlandauch inderWissenschaftmitGewerbe-und Industriepolitik, mit der Arbeiterfrage und den Arbeitsbedingungen der Heimarbeiter/innen. Zu seinen Schriften zählen »Technik, Wirtschaft und Kultur« (1917), »Das Genossenschaftswesen« (1918), »Volkswirtschaftslehre. DreiundvierzigVorlesungen«(1920)sowie»Wert,PreisundihreVerknüpfung« (1922). Schwiedlandverstarbam22.Dezember1936 in InzersdorfbeiWien. d) Rudolf Sieghart394 Rudolf Sieghart wurde am 18.März 1866 in Troppau [Opava/CZ] als Rudolf Singer geboren.1883 begann er an derWiener Universität das Studium der Rechtswissenschaften (JDr. 1892) und war zudemMitarbeiter im politischen Büro der Deutschliberalen Partei. Ab März 1894 arbeitete er in der nieder- österreichischen Finanzprokuratur, ab 1895 unter Minister Eugen Böhm-Ba- werkimFinanzministeriumanderAusarbeitungdesKartellgesetzes. Imselben Jahrkonvertierte er vommosaischen zumrömisch-katholischenGlauben;mit der Konversion ließ er auch seinen Nachnamen auf »Sieghart« ändern.1900 habilitierte er anderUniversitätWienmitderSchrift »DieöffentlichenGlück- 394 Vgl. UAW, Senat S. 304.1196 sowie ÖStA AVA, Unterricht Allg., Univ. Wien, Karton 614,PersonalaktSieghartRudolf.NäheresbeiElisabethLebensaft,ChristophMentschl, JosefMentschl, SieghartRudolf in:ÖBLXII (Wien2005)239. Nationalökonomie& Volkswirtschaftspolitik 555
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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