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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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spiele«undeinemProbevortragüber»DasselbständigeungarischeZollgebietin geschichtlicher Betrachtung« für das Fach PolitischeÖkonomie; die beiden GutachterwarenMengerundPhilippovic´ gewesen. Rudolf Sieghart schlug jedoch eine Beamtenkarriere ein und wurde 1904 Sektionschef im Ministerratspräsidium.1910 zum Gouverneur der Boden- Credit-Anstalt berufen, leitet er diese (mit einer kurzen Unterbrechung zwi- schen1916und1919)biszuihrerÜbernahme1929.395IndenJahren1900,1901, 1906 undwiederum imWintersemester 1919/20 hielt Sieghart zudem als Pri- vatdozent fürPolitischeÖkonomieVorlesungenanderRechts- undStaatswis- senschaftlichen Fakultät. Jene Lehrveranstaltung, die in unseren Untersu- chungszeitraumfällt,wardemThema»Derösterreichisch-ungarischeAusgleich ingeschichtlicherDarstellung«gewidmet. Nach seinemRücktritt als Gouverneur der Bodencreditanstalt lebte Rudolf Sieghart vorwiegend inParis undverfasste seineMemoiren »Die letzten Jahr- zehnte einer Großmacht« (1932), die Einblicke in die von ihmmitgestaltete Innenpolitikder letztenPhasederMonarchie geben.Zu seinenwissenschaftli- chenArbeitenzählen»DasRecht aufArbeit« (1895), »GeschichteundStatistik des Zahlenlottos« (1898), »Die öffentlichenGlücksspiele« (1899) sowie »Zoll- trennungundZolleinheit« (1915). Sieghart starbam4.August 1934 inLuzern. e) RichardSchüller396 Richard Schüller wurde am 28.Mai 1870 in Brünn [Brno/CZ] geboren und studierte ab1887 inWiendieRechte (JDr. 1892). Für seineSchrift »Dieklassi- sche Nationalökonomie und ihre Gegner« erhielt er das Haber-Linsberg’sche Stipendium, das er für eine neunmonatige Studienreise nach Frankreich und England nützte. 1896 wurde Schüller Vizesekretär des niederösterreichischen Gewerbevereins, 1898 Ministerialkonzipient im Handelsministerium.1899 veröffentlichteer»DieWirtschaftspolitikderhistorischenSchule«,dieerander Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät als Habilitationsschrift ein- reichte.NachErstattungderGutachtenvonCarlMenger,alseinerdessenbesten Schüler er galt, undEugenPhilippovic´ beschloss dasProfessorenkollegium im Juni 1901mit allen gegen zwei Stimmen, denHabilitationswerber zumProbe- vortragüber dasThema »WelcheBedeutung hat dieVerschiedenheit der Pro- duktionskosten für die Concurrenz zwischen verschiedenen Staaten?« zuzu- 395 Vgl. Eigner,Melichar,DasEndederBoden-Credit-Anstalt; zurGeschichtederBoden- creditanstalt sieheauchRothschild,Austria’sEconomicDevelopment55 ff. 396 Vgl. UAW, Senat S. 304.1158 sowie S. 226.35;ÖStA AVA, Unterricht Allg., Univ. Wien, Karton614,PersonalaktSchüllerRichard.AusführlichzuSchüller sieheNautz, Schüller; Nautz,UnterhändlerdesVertrauens. DiestaatswissenschaftlichenFächer556
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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