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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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(1927) publizierte. 1928 folgte Prˇibram seinemMentor Carl Grünberg nach Frankfurt und nahmdenRuf an den Lehrstuhl fürWirtschaftliche Staatswis- senschaften an der Universität Frankfurt an, wo er auch Direktor desWirt- schaftswissenschaftlichen Institutswar. IndieserZeitwandteer sichderLehre JohnMaynardKeynes’ zu,mit dem gemeinsam er 1931 zuVorlesungen über »Unemployment as aWorld Problem« nach Chicago eingeladenwordenwar. AusFrankfurtwurdeKarlPrˇibram1933aufgrundseiner jüdischenHerkunft entlassenund flohüberMexiko indieUSA,wohiner aufgrundseinerkürzlich erfolgten Amerikareise zahlreiche Kontakte geknüpft hatte und zunächst für zwei Jahre amBrookings Institute inWashingtonD.C. forschenkonnte.Nach derkurzenEpisodealsVollzeitwissenschafter inFrankfurtundWashingtontrat Prˇibram wieder in den Staatsdienst ein: 1935 wurde er Mitglied im Social Security Board des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt; von 1942 bis 1951 beriet er die US Tariff Commission.Wie einst inWien hielt er als Lehrender Kontakt zurUniversität undunterrichtete anderAmericanUniversity inWa- shington, wo sein berühmtestes, aber unvollendetes, aus dem Nachlass her- ausgegebenesWerkentstand:»AHistoryofEconomicReasoning«(1983).1953 warPrˇibramaußerdemvonderUniversität Frankfurt zumProfessor emeritus ernanntworden,wasmit einerPensionszahlungverbundenwar.Karl Prˇibram verstarb am 14. Juli 1973 in Washington und hinterließ ein umfangreiches wirtschaftshistorisches,sozialphilosophischesundwirtschaftspolitischesWerk. h) HansMayer403 HansMayer, geboren am7.Feber 1879 inWien, repetierte zweiMal undma- turierte schließlich imselben JahrgangwieHansKelsenundLudwigMises am AkademischenGymnasium. Ab demWintersemester 1901/02 studierte er die Rechte und besuchte wie etwa Joseph Schumpeter und LudwigMises das be- rühmte Seminar Eugen Böhm-Bawerks. Er verkehrte zudem bald im Hause FriedrichWiesersundwurdedessenAssistent.NachseinerPromotionzumJDr. am 17. Juli 1907 arbeitete Mayer bis 1912 als Konzipist in der k. k.nieder- österreichischen Finanzlandesdirektion in Wien, schrieb währenddessen an seiner Habilitation und trat 1911 mit der ersten Publikation, »Eine neue Grundlegung der theoretischen Nationalökonomie« in der »Zeitschrift für Volkswirtschaft, Sozialpolitik undVerwaltung«, hervor.Das Studienjahr 1910/ 11 hatte er an der Universität Heidelberg verbracht, wo ermit AlfredWeber, GustavRadbruch,EmilLederer,MaxWeberundAdolfKöster seineHabilitati- onsschrift besprach. 403 Vgl.UAW,JPA362undSenatS. 304.803sowieMayersautobiografischeNotiz in:Grass, Selbstdarstellungen232 ff. DiestaatswissenschaftlichenFächer560
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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