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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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zumaldiewichtigstenMitgliederohnehinbereits zuBeginnderDreißigerjahre emigriert waren und dieÖsterreichische Schule der Nationalökonomie ihre WienerBasisverlorenhatte. DochHansMayerwar inBezugaufpolitische Systemwechsel stets ziemlich anpassungsfähig gewesen. Sowar er einerderwenigenOrdinarienderRechts- undStaatswissenschaftlichenFakultät, die ohneUnterbrechung in allen Syste- menlehrten. 1945wurdeerVorsitzenderderfürdieÜbergangszeiteingesetzten PrüfungskommissionfürVolkswirte, trat1950indenRuhestand, lehrteaberauf AntragDegenfeldsnochbis1954alsHonorarprofessor.HansMayerverstarbam 28.Oktober 1955. Sein Personalakt beinhaltet unzählige Kondolenzschreiben ausWissenschaft und Politik, unter anderem von Ludwig Erhard undAlfred Müller-Armack. i) AlexanderMahr412 HansMayersNachfolgeramLehrstuhl fürPolitischeÖkonomiewarAlexander Mahr, geboren am31. Jänner 1896 immährischenPoppitz [Popice uZnojma/ CZ].Mahr studierte an denUniversitätenWien undGöteborg erst skandina- vischePhilologie,GermanistikundPhilosophie(PhDr.am8. Juli1921miteiner Dissertationüber»WodanaufsüdgermanischenGebiet«),danachinWienauch Staatswissenschaften.NachseinerPromotionzumDr.rer.pol. (1925)verbrachte eralsStipendiatderRockefellerFoundation(Förderschiene»Economics«)drei Jahre indenUSAundEngland,umfürseineHabilitation»Untersuchungenzur Zinstheorie« (1929), eine kritischeAuseinandersetzungmit Böhm-Bawerk, zu forschen.AbdemStudienjahr 1930/31 lehrteMahralsPrivatdozentderPoliti- schenÖkonomie und bot zum Beispiel eine »Einführung in die Theorie der Steuerwirkungen« (WS 1930/31), »Ursachen und Bekämpfung der Arbeitslo- sigkeit« (SS 1931) oder »Probleme der Konjunktur und Krise« (SS 1933) an; außerdemfungierte er von1930bis1938alswissenschaftlicherAssistentHans Mayers, ab1936mitdemTitel eines außerordentlichenProfessors. Von1938bis 1950arbeiteteAlexanderMahralswissenschaftlicherReferent beimÖsterreichischenStatistischenZentralamtundübernahm1950,alsMayer in den Ruhestand trat, dessen Lehrstuhl. NachMayers Tod wurde er zudem Vorsitzender der Nationalökonomischen Gesellschaft und Vizepräsident des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung. Von 1961 bis 1967 war MahrSenatorderRechts- undStaatswissenschaftlichenFakultät und seit 1963 auchwirklichesMitgliedderÖsterreichischenAkademiederWissenschaften.Er verstarbam14.April 1972 inWien. LautWeberweisenAlexanderMahrsArbeitendietypisch»österreichischen« 412 Vgl.UAW, JPA360undSenatS. 227.22 sowieS.304.779. Nationalökonomie& Volkswirtschaftspolitik 563
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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