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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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spiel »Arbeitmarktanalyse andArbeitsmarktpolitik« (SS1930), botdas »Semi- nar für ökonomische Theorie (die Lehre vomKapital)« (WS 1933/34) an und hielt oftmals gemeinsammitOskarMorgensterndie »Übungen zurökonomi- schenTheorie«. ImBrotberuf arbeitete Strigl jedochbeiderWienerArbeitslo- senversicherung. RichardStriglwarTeilnehmer inLudwigMises’ Privatseminar,Mitgliedder Nationalökonomischen Gesellschaft, gehörte dem Kuratorium der Österrei- chischenWirtschaftspsychologischenForschungsstelleanundlehrtezudeman derHochschule fürWelthandel. Zu seinenWerkenzählen»AngewandteLohn- theorie:UntersuchungenüberdiewirtschaftlichenGrundlagender Sozialpoli- tik« (1926), »Kapital undProduktion« (1934) sowie »DieGrundlagen derNa- tionalökonomie« (1937).RichardStrigl verstarbam11.November1942. n) FriedrichAugustHayek433 FriedrichAugustHayek, geborenam8.Mai1899 inWien,maturierte 1917am Elisabethgymnasium und leistete danach Kriegsdienst an der italienischen Front.Er inskribierte1918 fürdasStudiumderRechteanderUniversitätWien, kurzeZeit später auch fürdas StaatswissenschaftlicheDoktoratsstudium.Auf- grund des ihm verliehenen Goldberg-Stipendiums434 und der wegen des KriegsdienstesangerechnetenzweiSemesterkonnteHayekseineStudienrasch abschließenundwurdeam25.November1921zumJDr.sowieam3.März1923 zumDr. rer. pol. promoviert. SeineDissertation»ZurProblemstellungderZu- rechnungslehre«betreutenOthmarSpannundHansKelsen.435 In jenen Jahren arbeitete Fritz Hayek als juristischer Sekretär des Abrech- nungsamtes;abendsnahmeranLudwigMises’Privatseminarteilundwurdezu seinem engstenMitarbeiter. Nach einemkurzen Forschungsaufenthalt an der NYUundColumbiaUniversity kehrte er 1924 zurück nachWien, wo er 1927 Leiter des gemeinsammitMises neugegründeten Instituts für Konjunkturfor- schungwurde. 1929wurdeHayekmit der Schrift »Geldtheorie undKonjunk- turtheorie«, worin er Konjunkturschwankungen auf monetäre Ursachen zu- rückführte, aufgrundderGutachtenvonWieserundDegenfeld-Schonburg für PolitischeÖkonomie und Statistik habilitiert. Degenfeld-Schonburg hegte al- lerdings zunächst Einwände: »So gewandt nun die These im Allgemeinen durchgeführt ist (manwird dies zugeben, auchwennman sachlich demVer- fasser nicht zustimmt), so bedenklich sind einzelne Ausführungen […] Ich 433 ZuDetails siehedieumfangreicheundpräziseBiographie vonCaldwell,Hayek’sChal- lenge. 434 Vgl.UAW,SenatS. 138/1,Akt»Goldberg-Stipendium«. 435 UAW, JRASt59. DiestaatswissenschaftlichenFächer572
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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