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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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o) GottfriedHaberler440 GottfriedHaberler, geborenam20. Juli 1900 inPurkersdorf beiWien, promo- vierte am 3.März 1923 mit einer Dissertation zur »Dogmengeschichte der Wechselkurstheorien«beiOthmarSpannundCarlGrünbergzumDr. rer. pol., am20.November1925auchnochzumJDr.IndenJahren1927bis1929studierte ermit einemRockefeller-Stipendium (Förderschiene »Economics«, LSRM) in denUSA, EnglandundFrankreich. Bei seinerRückkehr habilitierte sichHab- erler für das Fach der PolitischenÖkonomie und lehrte vomWintersemester 1929/30biszumWintersemester1933alsPrivatdozentunteranderem»Theorie des internationalen Handels und der Handelspolitik«. Außerdem bot er ge- meinsam mit Hayek und Morgenstern nationalökonomische Übungen an. HaberlerwaraußerdemMitgliedderNationalökonomischenGesellschaft. 1934gingGottfriedHaberler fürzweiJahrenachGenf,woerbeimEconomic IntelligenceServicedesVölkerbundesarbeitete.MitseinemWeggangausWien entferntesichHaberlervomstriktenAustroliberalismus.Obwohlerallesandere alsKeynesenianerwar, befürwortete er nununter bestimmtenUmständen in- terventionistische Politik.441 1936kehrteHaberler nichtmehr nachÖsterreich zurück, sondern nahm eine Professur an der Universität Harvard bei Joseph Schumpeter an, wo er bis 1971 lehrte und das ökonomische Konjunkturpha- senmodellweiterentwickelte. 1950wurdeerzudemersterPräsidentdervonder UNESCOinitiierten InternationalEconomicAssociation inParis. NachseinerEmeritierungforschteGottfriedHaberlergemeinsammitseinem KollegenausWienerTagen, FritzMachlup, als »resident scholar«beimAmeri- can Enterprise Institute for Public Policy Research.1976 verlieh ihmdieUni- versitätWiendenTiteleinesEhrensenatorsunderneuerteseinDoktordiplom.442 Haberler verstarb am 6.Mai 1995 inWashingtonD.C. Zu seinen zahlreichen Bücherngehören»Der internationaleHandel« (1933)überdieGrundlagender Außenwirtschaftstheorie, »Prosperity and Depression« (1937), eine bis heute anerkannte Erklärung der Konjunkturzyklen, »Money in the International Economy«(1965) sowie»EconomicGrowthandStability« (1974). 440 Vgl.UAW,SenatS. 304.418, JRASt51 sowie JPA119. 441 SieheKlausinger:»Haberler–althoughwidely regardedasarepresentativeoftheAustrian School – had in vital respects dissociated himself from its orthodox views, in particular fromitsplea fornoninterventionist crisispolicy« (Klausinger,Wilderness647). 442 Vgl.UAW,SenatS. 229.4.8. DiestaatswissenschaftlichenFächer574
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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