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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Personengelistet:WalterHeinrich,RafaelSpann,RomanHädelmayer,Adalbert Spann, Erika Spann, TheoHojas, KarlWinkler, Franz Seuchter, Otto Brandl, HansRiehlundWalterRiehl; darüberhinausnochWilhelmAndreaeundKarl Hugelmann.DieanderenSpann-SchülerBaxa,Knoll,SauterundVoegelinwaren nichtangeführt–vielleicht ,weil sieohnehinvondenWienerKollegenverfolgt wurden, insbesondere von Hans Mayer, der seit jeher zu Spann in offener Feindschaft gestandenwar.Mayer ließ es sichnichtnehmen, dieEinschätzung Gleispachs in einemBrief an Rektor Knoll 1941 noch zu präzisieren: »In der Anlage beehre ichmich, die telefonisch besprochene kurze Information über Spannzuübermitteln[…]MitdemEmporkommenderchristlichsozialenPartei inÖsterreichwendetesichSpann[…]dempolitischenKatholizismuszu.Er tat diesallerdingsgeschicktgetarnt.InnationalenKreise[…]gabersichlangeZeit als national, allerdings war es ein eigenartiger Nationalismus, der sich in ro- mantisch-mystischen Phraseologien erschöpfte und jede rassenmäßige Be- gründungscharfablehnte.«WeitersmonierteMayerSpannsWertschätzungder Philosophie Hegels und katholischer Sozialpolitiker wie Vogelsang sowie des ÖkonomenAdamMüller,der lautHeinrichvonSrbikvonder»geschichtlichen Uneignung Deutschlands zum Einheitsstaate« überzeugt sei. Mayer meinte, »dass Spann vom Nationalsozialismus als der ›Philosoph des christlichen Ständestaates‹ scharf abgelehnt werdenmuss« und verwies auf eine Rede des Reichsorganisationsleiters Robert Ley aus dem Jahr 1937, als dieser äußerte: »SpannisteinRömlingimDienstedespolitischenKatholizismus[…]Esistdie Sprache des Bolschewismus und des Juden, die Sprache des Jesuiten.« Zum Spann-Kreisgezähltzuwerden,kamsomiteiner»Sippenhaftung«gleich,504wie aufden folgendenSeiten andenBeispielender ausderRechts- undStaatswis- senschaftlichenFakultät hervorgegangenSpann-Schüler zuzeigen seinwird: 3. DerSpann-Kreis Othmar Spann schloss bereits während seiner Zeit in der k. k. Statistischen ZentralkommissionundbeimWissenschaftlichenKomitee fürKriegswirtschaft des Kriegsministeriums zahlreiche Bekanntschaften (zum Beispiel mit den Statistikern Felix Klezl und WilhelmWinkler), mit denen er später an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät zusammenarbeitete und deren Karrieren er förderte. DerAufbau des SpannschenNetzwerkes erfolgte schon vordemErstenWeltkrieginWienunddersogenannteSpann-Kreisistdemnach vielweiterzuziehenalsbislangangenommen.RichtighatFleckdieStärkedieses Kreises erkannt, die zu allererst in derQuantität lag: »Othmar Spannpromo- 504 Vgl.Rathkolb,Rechts-undStaatswissenschaftlicheFakultät 223. DiestaatswissenschaftlichenFächer590
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938