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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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sprochen hatte, verfasste imMai 1948 ein geradezu vernichtendes Gutachten über die Schriften Baxas (»unklar«, »völlig unempirisch«, »unsystematisch«, »fastwörtlicheAbschriftausdenWerkender›Romantiker‹«,»höchsteinseitig«, »wissenschaftlich wertlos«, »sachlich vollkommen verfehlt«, »frei erfunden, unsinnig«) und endete mit denWorten: »Angesichts des eben geschilderten Charaktersder soziologischenArbeitenBAXASunddernotorischenTatsache, dassdiese in idealistischemGewande auftretendenLehren erheblichdazubei- trugen, gerade in den Jahren vor derMachtergreifung durch denNationalso- zialismusromantischeVerwirrungstattwissenschaftlicherKlarheit indieKöpfe der Studierenden zu bringen, kann ich denBedarf der Fakultät an derartigen Vorlesungen, wie sieDr. BAXAzu halten in der Lagewäre – neben der Lehr- tätigkeit der Dozenten Dr. KNOLL und SCHIENERL – nicht als gegeben er- achten.«516 Einstweilen teilte dasMagistratischeBezirksamt für denXXIV.BezirkBaxa mit, dass er zum Personenkreis des §17 Abs. 3 Verbotsgesetz gehöre, also minderbelastet, seine Sühnepflicht mittlerweile beendet sei.517 Die NSDAP- Mitgliedschaft stand Baxa bei derWiedereinsetzung an der UniversitätWien demnachnichtmehrimWege,wohlaberdieTatsache,dasserzumengstenKreis umOthmarSpanngehörthatte.AusschlagendfürseineNichtwiedereinsetzung dürfte jedochletztlichseineigenerVerzichtaufgrundderschwerenErkrankung seinerEhefraugewesen sein.Offiziellwurde JakobBaxa jedenfallswegeneines im ErstenWeltkrieg bei einerMinenexplosion erlittenen Gehörschadens, der späterzurErtaubung führte,nichtwiedereingesetztundausdemselbenGrund auchbeiderDürnkruterZuckerfabrikindenRuhestandversetzt.Fortanpflegte er seine infolge einesSchlaganfallsbettlägrigeEhefrauund lebtebis zu seinem Tode am 10.November 1979 als Dichter und Mitverwalter des Spannschen geistigen Erbes in Maria Enzersdorf, wo seine Beisetzung auf dem von ihm mitinitiierten»Romantiker-Friedhof« stattfand.Ebendort ist auchseinVorbild AdamHeinrichMüller (1779–1829)begraben. c) WalterHeinrich518 WalterAdolf FranzHeinrich519, geboren am11. Juli 1902 inHaida inBöhmen [Novy´Bor/CZ], studierte ab1921StaatswissenschaftenanderDeutschenUni- hobenenPersonals) gehört; ebensowieAlfredVerdroß,HansPlanitz,RudolfKöstlerund WilhelmWinkler (vgl.UAW, JCur239);WinklerwarVorsitzender (UAW, JPA433). 516 Brief vonHansMayerandasBMUvom8.5. 1948,UAW, JPA281. 517 BriefdesMagistratischenBezirksamts fürdenXXIV.BezirkanJakobBaxavom3.1. 1949, UAW, JPA281. 518 ZudenfolgendenDatensieheUAW,JPA319, JRASt246,SenatS. 304.463sowieMüller, BiografieWalterHeinrich. 519 PublikationenauchunterdemPseudonymReinaldDassel. DiestaatswissenschaftlichenFächer594
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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