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»Kant und derMarxismus« (1925), »Politische oder soziale Demokratie. Ein
Beitrag zur sozialistischen Erziehung« (1926) sowie das »Lehrbuch dermate-
rialistischenGeschichtsauffassung«(1930).MaxAdlerverstarbam28. Juni1937
inWien.
b) Exkurs:»DasSeminarfürVolkswirtschaftslehreundGesellschaftslehre«
bzw.das»Institut fürpolitischeÖkonomieundGesellschaftslehre«
Das »Seminar für Volkswirtschaftslehre und Gesellschaftslehre« wurde 1922
unter Othmar Spann gegründet. Es geht auf das »Staatswissenschaftliche Se-
minar« zurück, welches später in »Staatswissenschaftliches Institut« umbe-
nannt wurde, sollte aber nochweitere Namensänderungen erfahren. Ab 1922
hieß es »Seminar für Volkswirtschaftslehre und Gesellschaftslehre«, später
»Institut für politischeÖkonomieundGesellschaftslehre«, ab1940 schließlich
»Institut für Wirtschaftswissenschaften«. Diese Umbenennungen geben zu-
gleicheinenEindruckvonderEntwicklungdesFachesbeziehungsweisevonder
AusdifferenzierungderFächerwieder.
Herzstück des Seminars/Instituts war die umfangreiche Bibliothekmit zu
BeginnunseresUntersuchungszeitraumesüber6.000Büchern,diezumGroßteil
ausNachlässenderProfessoren stammtenundvor allemdieFachbereicheder
politischenÖkonomieumfassten.Unter SpannsLeitungwurdedie Sammlung
umPhilosophie, Geistes-, Kultur- undWirtschaftsgeschichte erweitert, sodass
sich der Buchbestand der Bibliothek bis zum Ende unseres Untersuchungs-
zeitraumesaufetwa11.000erhöhte.HeutebefindensichdieBeständeaufgeteilt
anderFachbereichsbibliothek fürWirtschaftswissenschaftenundMathematik
amOskar-Morgenstern-Platz1 sowieanderFachbereichsbibliothek für Sozio-
logieundPolitikwissenschaft amRooseveltplatz2.
Ab 1924/25 war Hans Mayer und ab dem Studienjahr 1928/29 Ferdinand
Degenfeld-Schonburg Direktor des Seminars. Von 1926 bis 1933 war Spanns
Lieblingsschüler,WalterHeinrich, wissenschaftlicheHilfskraft am Institut für
politischeÖkonomieundGesellschaftslehre.
E. Finanzwissenschaft& Finanzrecht (TamaraEHS)
1. Allgemeines
FürdieStudierendenderRechtewarFinanzwissenschaft –dasheißt: »Finanz-
wissenschaftmit besondererBerücksichtigungderösterreichischenFinanzge-
setzgebung«–bis zur Studienplanreformdes Jahres 1935 imzweiten Studien-
abschnitt zuabsolvieren,nämlich imAusmaßvonfünfStundenwährendeines
DiestaatswissenschaftlichenFächer604
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Titel
- Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Autoren
- Thomas Olechowski
- Tamara Ehs
- Kamila Staudigl-Ciechowicz
- Verlag
- V&R unipress GmbH
- Datum
- 2014
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-89971-985-7
- Abmessungen
- 15.5 x 23.2 cm
- Seiten
- 838
- Kategorie
- Recht und Politik