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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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delteer1922dieDoppelbesteuerungsabkommenmitdemDeutschenReichund der CˇechoslovakischenRepublik. NachdemPaul Grünwald schon seit 1912Mitglied der Staatsprüfungskom- mission für Volkswirtschaftslehre, Volkswirtschaftspolitik und Finanzwissen- schaften sowieReferent der »Zeitschrift fürVolkswirtschaft, Sozialpolitik und Verwaltung« war, wurde er im Jänner 1920 von Carl Grünberg und Othmar SpannmitderSchrift »DieSteuernÖsterreichs imFriedenund imKriege« für das Fach Finanzwissenschaft an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fa- kultätWienhabilitiert.ErhieltalsPrivatdozentvon1920biszuseinemTod1925 die Vorlesung »Finanzwissenschaft«. Zu seinen wissenschaftlichen Arbeiten zählen »Zur Finanzstatistik der autonomen Selbstverwaltung in Österreich, Aufgaben und Mittel der staatlichen Verwaltung der direkten Steuern in Österreich« (1913) sowie»DasFinanzsystemDeutschösterreichs« (1919). PaulGrünwald-Ehrenverstarbam15.Oktober1925. b) GustavLippert552 Gustav Lippert wurde am 2.August 1864 in Rattenberg, Tirol, geboren und besuchte inWienundSalzburgdieVolksschule, von1875bis1883 inWiendas Franz Josefs-Gymnasium.Von1883bis1887studierte erRechtswissenschaften anderUniversitätWienundwurdeam6. Juni1888zumJDr.promoviert.Bereits am 23.November 1887 war er als Finanzkonzeptspraktikant bei der nieder- österreichischen Finanzlandesdirektion in den Staatsdienst eingetreten und aufgrund seiner Sprachkenntnisse (deutsch, italienisch, slowenisch, serbo- kroatisch, französischundenglisch)baldderFinanzlandesdirektionTriest zu- geteiltworden.Dortwarerab1891Finanzkonzipient,ab1894Finanzkommissär undstiegbis 1912dieKarriereleiterbis zumOberfinanzrathinauf. Am22.September1916wurdeGustavLippertmit der Schrift »Das interna- tionale Finanzrecht« vonWieser undPhilippovic´ für das Fach Finanzrecht an der Universität Wien habilitiert. In der Stellungnahme des Dekans war aus- drücklich festgehalten, dass dasFachnoch imWerden sei undmit derHabili- tationsschrift noch nicht seine endgültige Gestalt erhalten habe. Davon abge- sehen stünde esLippert vonSeitendesDekans aus frei, ob er auch internatio- nalesFinanzrecht in seinenUnterricht einbauenmöchte.553 GustavLippertwechselteschließlichauchimHauptberufnachWien,nämlich alsHofrat andenVerwaltungsgerichtshof (Ernennung am2.Dezember 1916). 552 Vgl.UAW,Senat S 304.753, SBPersGBBl 5028;ÖStAAVA-FHKA(Bestandsgruppe:Neue HofkammerundFinanzministerium)sowieÖStAAVA,UnterrichtAllgemein,Univ.Wien, Karton611,PersonalaktLippertGustav. 553 Vgl.ÖStAAVA,UnterrichtAllgemein,Univ.Wien,Karton611,PersonalaktLippertGustav. DiestaatswissenschaftlichenFächer606
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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