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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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1921wurdeeralssolcherpensioniert,hieltabernochbis1932(seit1930mitdem TiteleinesaußerordentlichenProfessors)VorlesungenausFinanzrechtmitdem Schwerpunkt des internationalen Finanzwesens. Obwohl dasMinisterium im Juni 1934 eine Erstreckung der Lehrbefugnis über das 70. Lebensjahr hinaus befürwortete, scheint LippertsNamenach1932nichtmehr imVorlesungsver- zeichnis auf. Zu Gustav Lipperts wissenschaftlichen Arbeiten zählen »Über die Vergleich- barkeitderWertevoninternationalenWarenübertragungen.EineUntersuchungauf demGebieteder internationalenHandelsstatistik« (1903), »Das internationaleFi- nanzrecht. Eine systematischeDarstellung« (1912) und »Handbuch des interna- tionalenFinanzrechts« (1928). c) WilhelmNeidl554 Geborenam14. Juli 1885 inKuklena,Böhmen[Kukleny/CZ],maturierteNeidl 1903 inZnaimundlegte1910 inInnsbruckeineErgänzungsprüfungab, sodass er von1910bis 1914anderUniversität InnsbruckdieRechte studierenkonnte (JDr.am24.April1915).AnderUniversitätWienhabilitierteersichimJuli1928 mit der Schrift »Das österreichische Budget und Budgetrecht« für das Fach Finanzrechtundwar–nachGustavSeidlersPensionierung–abdemStudienjahr 1929/30 nebenderVorlesungüber Finanzrechtmit der sechsstündigenVorle- sungüberStaatsverrechnungswissenschaftbetraut.Neidlwurdeam5.Novem- ber1935derTiteleinesaußerordentlichenProfessorsverliehen,am28.Oktober 1939 zum außerplanmäßigen Professor ernannt; im April 1940 wurde seine Venia für Finanzrecht bestätigt,wodurch er einenLehrauftrag für »Kameralis- tischesRechnungswesen«erhielt. Seit 1903warNeidl imHauptberuf erst beimk. k.OberstenRechnungshof, nachseinerPromotionimFinanzministeriumtätigundaußerdemMitgliedder GroßdeutschenVolkspartei.Mit 30. Juni 1938 ließ er sich alsMinisterialrat in denRuhestandversetzen,umsichganzderWissenschaftzuwidmen.Dochvon Feber 1940 über die Dauer des ZweitenWeltkrieges wurde er als Kriegsaus- hilfsangestellter beimNotdienst des Finanzamts Innere Stadt inWien dienst- verpflichtet.Danebenhielt erVorlesungen anderUniversität undderVerwal- tungsakademie. AbApril 1945 arbeiteteNeidlwieder alsMinisterialrat imFi- nanzministerium; ab 1946wurde ihmanderRechts- und Staatswissenschaft- lichen Fakultät wieder ein ständiger Lehrauftrag zugewiesen, nämlich zwei Wochenstunden Finanzrecht sowie sechs Wochenstunden Staatsrechnungs- wissenschaft. Im Mai 1953 ernannte man ihn schließlich zum ordentlichen Professor. 554 Vgl.UAWSenatS304.879undJPA369. Finanzwissenschaft& Finanzrecht 607
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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