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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Neidls wissenschaftlichen Schriften umfassen unter anderem »Die öffentli- chenAbgabeninÖsterreich«(1931),»ÖsterreichischeStaatsverrechnung.Lehr- undHandbuch«(1932),»DasBudgetrecht inderneuenVerfassung«(1934)und »SammlungderHaushaltsvorschriftendesBundes«(1946).Außerdemfungierte ergemeinsammitdemVwGH-SenatspräsidentenEmmerichCorethundLudwig Adamovich sen. alsHerausgeberdes»ÖsterreichischenVerwaltungsblattes«. Neidlverstarbam12. Juli 1961. d) RichardPfaundler (vonHadermur)555 Geborenam25. Jänner1882inInnsbruck,maturiertePfaundleram7. Juli1900 amII.StaatsgymnasiuminGrazundstudierteanderUniversitätGrazbis1904 Rechtswissenschaften (JDr. am17.März 1905).Ab1906war erKonzeptsprak- tikant der k.k. Statistischen Zentralkommission, wurde 1908 ins k.k.Finanz- ministerium berufen, legt 1909 die Obergefällsgerichtsprüfung ab und war darananschließendFinanzkonzipist, ab 1911Finanzkommissär undAdminis- terialkonzipist. 1914 avancierte er zumMinisterialvizesekretär, 1918 zum Fi- nanzrat und Ministerialsekretär. In der Ersten Republik war Pfaundler erst Sektions-, dannMinisterialrat, ab 1924 leitete erdasdemMinister unterstellte DepartmentfürFinanzausgleich,1936wurdeerLeiterderBudgetsektion.Neben dieser BeamtenkarrierewarPfaundler zudemu.a.Vorsitzender desAufsichts- rates der SprengstoffwerkeBlumauAG,desDorotheums inWien sowie später der Pfandbriefstelle der ostmärkischenHypothekaranstalten, weitersMitglied des Aufsichtsrates der Austria Tabakwerke, schließlich Beirat der StadtWien. Pfaundler habilitierte am6.März 1929 anderUniversitätWien für Finanz- recht, im Juni 1935 wurde ihm der Titel eines außerordentlichen Professors verliehenund imNovember 1940wurde er zumaußerplanmäßigen Professor ernannt.WährendderNS-Herrschaftwarer imReichsdienst alsMinisterialdi- rigent tätig; per 1.April 1942 trat er in denRuhestandund zog sich auf seine Besitztümer nach Tirol zurück, hielt aber weiterhinVorlesungen an der Uni- versitätWien. Erst 1948 stellte er denAntrag, dieVenia vonWien andieUni- versität Innsbruck zu verlegen, was im Mai 1949 genehmigt wurde, sodass Pfaundler fortan in Innsbruck lehrte,woerzuOstern1959verstarb. Seine wissenschaftlichen Arbeiten umfassen »Die Staatsfinanzen Italiens« (1917), »Das Abgaberecht der Länder und Gemeinden« (1925), »Der Finanz- ausgleich in Österreich« (1927) sowie »Finanzausgleichsgesetzgebung 1948/ 1958« (1958). Außerdemhatte sich Pfaundler während seiner Zeit in der Sta- tistischenZentralkommission (1906–1908)mitBevölkerungs-undSprachent- wicklung befasst, woraus die Schriften »Die nationalenVerhältnisse in Steier- 555 Vgl.UAWSenatS304.943undJPA378. DiestaatswissenschaftlichenFächer608
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938