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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Verfassungsfragen (zum Beispiel »Tschechoslovakische Gesetze« [1934, ge- meinsammit Friedrich Janka], »DerVersuch eines staatsrechtlichenUmbaues der Tschecho-Slowakei und ihr Ende« [1939], »Verfassung des Saarlandes« [1952]). Schranil verstarbam22. Juli 1957 inBrühlnaheBonn. g) FriedrichTezner562 Geborenam11. Juli1856inBeraun,Böhmen[Beroun/CZ]kamTeznerzumBesuch des Akademischen Gymnasiums nachWien, studierte ab 1874 die Rechte und wurde imNovember1879zumDoktor iurispromoviert. Erwarzunächst alsAd- vokat in verschiedenen Rechtsanwaltskanzleien sowie bei der Neuen Wiener Sparkasse tätig.1892 habilitierte Tezner fürÖsterreichisches Verwaltungsrecht, 1893 auch fürAllgemeines undösterreichisches Staatsrecht.1902wurde ihmder Titel eines außerordentlichenProfessors anderRechts- undStaatswissenschaftli- chenFakultätWienverliehenund er zudemmit einemLehrauftrag fürÖsterrei- chisches Finanzrecht betraut; 1914wurde ihmder Titel eines ordentlichen Pro- fessorsverliehen.1907wurdeerzumHofratdesVerwaltungsgerichtshofesernannt wurde,1921stiegerebendortzumSenatspräsidentenauf. Tezner lehrte an der Handelsakademie und an der Rechts- und Staatswis- senschaftlichenFakultät nebenVerwaltungsrechtbiskurzvor seinemTodeam 13. Juni1925auch»ÖsterreichischesFinanzrecht«,vorallemSteuerrecht.Denn Tezner war lautMichael Stolleis der erste österreichische Jurist, der zu einem wissenschaftlichenSteuerrechtübergegangenwar.563 ZuTeznersbedeutendstenWerkenzählen»PolitischeBildungundPatriotismus: Eine unterrichtspolitische Studie« (1897), »DieWandlungen der österreichisch- ungarischenReichsidee« (1905) sowie vor allemdas »Handbuchdes österreichi- schenAdministrativverfahrens«(1896),daseraufGrundlagevonVwGH-Judikatur verfassteunddasdie spätereKodifikationdesVerwaltungsverfahrensrechtsmaß- geblichbeeinflussensollte.ImUntersuchungszeitraumpublizierteTezner»Dasfreie ErmessenderVerwaltungsbehörden,kritisch-systematischerörtert aufGrundder österreichischenverwaltungsgerichtlichenRechtsprechung« (1924) sowie die em- pirischeStudie»RechtslogikundRechtswirklichkeit« (1925). 562 UAW,SenatS304.1278;Winkler,Rechtswissenschaft 89–93. 563 Vgl. Stolleis,Geschichte221. Finanzwissenschaft& Finanzrecht 611
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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