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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Reichsstatthalter inWien für das StatistischeAmt für dieAlpen- undDonau- Reichsgauearbeitete.DaderbisherigePräsidentdesÖsterreichischenStatisti- schenLandesamts(bis1938:BundesamtfürStatistik),KarlKarwinsky-Karwin, aufgrund seiner jüdischen Herkunft ins KZ Dachau gebracht worden war, avancierteKlezl zumneuenVorstandund führte als solcher 1939dieösterrei- chischeVolkszählungdurch;573 fortanwar er bisKriegsende Stellvertreter des Leiters. Klezlübernahm inden JahrenderNS-Herrschaft auchdie Lehrstelle seines RivalenWilhelmWinkler und lehrte schließlich bis Ende der 1950er an der UniversitätWien Statistik. ImMai 1948wurde er zumordentlichenUniversi- tätsprofessorernannt,nachseinerEmeritierungaufAntragvonAlexanderMahr imApril1955zumHonorarprofessor.DieseErnennungerfolgteabermalsgegen denmassivenWiderstandWinklers.Winklerbrachtenichtnurdie ehemaligen Vorbehalte gegenüber derwissenschaftlichenLeistungKlezls insTreffen, son- dernauchseinepositiveHaltungzumNationalsozialismus. IndenAusführung seines Sondervotums andasProfessorenkollegiumderRechts- undStaatswis- senschaftlichenFakultätvom19. Jänner1955heißtes:»SchondieHabilitierung Klezlswar eine schwacheAngelegenheit. AlsmeinPlatzhalter inder national- sozialistischenZeit hat er den statistischenUnterricht unddas statistische In- stitut schwergeschädigt.«574DieKontroversenundpolitischenGräben,die sich anderFakultät bereits inderErstenRepublikgezeigthatten, fandenhiernach 1945 ihreFortsetzung. Zu Felix Klezls wissenschaftlichen Werken zählen neben den bereits ge- nannten: »WahlrechtundWahlstatistikderösterreichischenLandtage« (1911), »DerAufbauderStatistikinderStaatsverwaltungDeutschösterreichs«(1919im amtlichenAuftragverfasst), »ZurStatistikderTeuerung inÖsterreich« (1921), »Die Sozialpolitik inÖsterreich« (1930), »AllgemeineMethodenlehre der Sta- tistik. Ein Lehrbuch für alle wissenschaftlichen Hochschulen« (1946) sowie »Wirtschaftsstatistik inTheorieundPraxis« (1947).Klezlverstarbam31.März 1972. c) ViktorMataja575 Geborenam20. Juli1857inWienzähltViktorMatajazudenältestenLehrenden derRechts- undStaatswissenschaftlichenFakultät unseresUntersuchungszeit- raumes. Nachdem er zwei Jahre lang die Unterstufe des AkademischenGym- 573 Vgl.Exner,Volkszählungvon1939. 574 SondervotumWilhelmWinkler vom19.1. 1955,UAW, JPA334. 575 Vgl.UAWSenatS304.790sowieÖStAAVA,UnterrichtAllgemein,Univ.Wien,Karton612, PersonalaktMatajaViktor. DiestaatswissenschaftlichenFächer616
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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