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StaatswissenschaftlichenFakultätzählteundrelativschlechtausgestattetwar,585
basierten die Veröffentlichungen großteils auf Seminar- und Dissertationsar-
beitenderStudierendenderStaatswissenschaften. Insbesondere inderExpan-
sionsphasedes Instituts inden1920er Jahren586hattenviele vonWinklers Stu-
dentinnen und Studenten Vorfahren aus den im Seminar behandelten, von
Österreich abgespaltenen »Grenzländern«, vorzuweisen, oft aus dem Suden-
tenland,undbrachtendies in ihreArbeitenein:587
Margarete JaniczekausBrünnpromovierte am31. Jänner1924bei SpannundMayer
über »DienatürlicheBewegungderBevölkerung indenSudentenländern inderZeit
von1880bis1910«zurDr.rer.pol.undhattedieErgebnisse ihrerDissertationenunter
WinklersAnleitung im»Böhmerlandjahrbuch fürHeimatundVolk« (1923,S. 52–57,
unter dem Titel »Die neueste Bevölkerungsentwicklung der Deutschen und Tsche-
chen«)veröffentlicht.
LadislausWeiler ausWienpromovierteam23.Feber1926beiSpannundMayerüber
»Das industrielle Standortsproblem in dogmengeschichtlicher und kritischer Be-
trachtungundwirtschaftsgeschichtlicherExemplifikation« zumDr.rer.pol. undhatte
unterWinklersAnleitungim»SudentendeutschenJahrbuch«(1/1925,S. 159–165)den
Text »Die Belastung derDeutschenundTschechenBöhmens durchdie Personalein-
kommenssteuer (währenddesKrieges)«veröffentlicht.
OttoZellausHainburgpromovierteam22.November1929beiWinklerundMayermit
»UntersuchungenüberdenAnteil derDeutschenamWirtschaftslebenderTschecho-
slowakei« zum Dr.rer.pol. und hatte im »Sudentendeutschen Jahrbuch« (3/1927,
S. 149–160) den Text »Der Anteil des deutschen Volkes am böhmischen Bergbau«
veröffentlicht.
Später, bedingt durchdieNovellierungdes StaatswissenschaftlichenStudiums
imJahr1926,stießdasAngebotdesInstitutsunterdenStudierendenaufweniger
Resonanz.InderHauptsachefandensichnunnichtmehr»Grenzlanddeutsche«,
sondernDoktoranden,diedieExpertisedesbeamtetenStatistikersWinklerzum
Anlass nahmen, um trotz der untergeordneten Stellung des Faches eine
gründlicheAusbildung inStatistikzuerlangen. IhreDissertationenwurden(in
Auszügen) inder Institutsschriftenreiheveröffentlicht, zumBeispiel:
Charlotte Radermacher ausMünster inWestfalen promovierte am 18. Juli 1932 bei
Winkler undDegenfeld-Schonburgmit derDissertation»DieVolksheimhörer inden
Jahren1927–29«zurDr.rer.pol.
585 Der–allerdingsnieerreichte–SollstandumfasstenebendemInstitutsleiterWinklereinen
AssistentenundzweiHilfskräfte.
586 Siehe für jene Jahre auchdenBerichtWinklers in der StatistischenMinderheitenrund-
schau.
587 Vgl.Promotionsprotokoll fürdasDoktoratderStaatswissenschaften,Bd.1,M37.1,UAW,
sowiedieRigorosenaktenderStaatswissenschaften,ältereSerie,UAW.
Statistik 623
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Titel
- Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Autoren
- Thomas Olechowski
- Tamara Ehs
- Kamila Staudigl-Ciechowicz
- Verlag
- V&R unipress GmbH
- Datum
- 2014
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-89971-985-7
- Abmessungen
- 15.5 x 23.2 cm
- Seiten
- 838
- Kategorie
- Recht und Politik