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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Lev (Leo) Starodubskij aus Tula in Russland, zuständig nachRiga/Lettland, promo- vierte am 29.Mai 1936 beiWinkler undDegenfeld-Schonburg über »DasVolkszäh- lungswesen in der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken. Eine statistisch-me- thodischeUntersuchung«zumDr.rer.pol. LeoWilzin(Vilciusˇ)ausLettlandpromovierteam6.Feber1937beiWinklerundMayer mit der Dissertation über »Musikstatistik. Logik undMethodik einer gesellschafts- statistischenMusikanalyse« zumDr.rer.pol. ElisabethMaresch ausWien promovierte am 29. Jänner 1938 beiWinkler und De- genfeld-Schonburg über »Die Ehefrau inHaushalt und Beruf. Eine statistischeDar- stellung fürWien auf Grund der Volkszählung vom 22.März 1934« zur vorletzten Dr.rer.pol. derErstenRepublik.588 Der erste, allerdings ehrenamtliche Assistent Wilhelm Winklers war Karl Braunias,deram19.Dezember1923beiOthmarSpannundHansMayerunter MitbetreuungWinklersmitderDissertation»DieEntwicklungdesDeutschtums inSiebenbürgenseit seinenAnfängenbisheute.Zugleicheinekritisch-metho- dologischeUntersuchung«589zumDr.rer.pol.promoviertundspäterDozent für Allgemeine Staatslehre (mit einer Spezialisierung aufNationalitätenforschung undNationalitätenrecht) wurde. ImStudienjahr 1926/27 beschäftigteWinkler den staatswissenschaftlichen Doktoranden Richard Grabner (Dr.rer.pol. bei SpannundMenzelam21. Juni1928mitderDissertation»DieBodenreform.Ein Mittel der nationalen Politik«) als Bibliothekar. Ab 1928 war endlich der As- sistenzposten besetzt, nämlich bis 1933mit dempromovierten Staatswissen- schafterViktorGuttmann,deram21.Dezember1925mitderDissertation»Die Gesellschaftsauffassung Fichtes im Vergleich zu der Hegels« von Spann und Kelsenpromoviertwordenwar. Außerdemarbeitete der in Innsbruckpromo- vierteRechts-undStaatswissenschafterGregorSebbazwischen1930und1933 als allerdings unbezahlter Forschungsassistent bei Winkler.590 Nach Viktor Guttmann, der ab1933 alsDozent anderKonsularakademieund inderEvan- 588 MareschwarnachihrerDissertationMitarbeiterinWinklersundführtebiszum12.3.1938 statistische Arbeiten für eine Studie über die Steuerbelastung kinderreicher Familien durch, bevor sie als HalbjüdinÖsterreich verlassen musste. Im Juli 1938 bewarb sich MareschbeimInstitutInternationaldeStatistique inDenHaag.DessenGeneralsekretär,H. W.Methorst, leitete ihreAnfrage aber sogleich ansEmergencyCommittee inAid ofDis- placed Foreign Scholars in New York weiter, das mit Maresch Briefkontakt aufnahm. Einstweilen floh sie indieSchweiz,nachBasel, besuchtedannKurse ander International CorrespondenceSchoolinLondonundverdienteihrenLebensunterhaltalsHaushälterin.Im Winter1940/41gelangteMareschschließlichindieUSA,erhieltjedochkeineUnterstützung desEmergencyCommitteeinAidofDisplacedForeignScholars;eineakademischeLaufbahn blieb ihr verwehrt (siehe: Emergency Committee In Aid of Displaced Foreign Scholars Records,ManuscriptsandArchivesDivision,TheNewYorkPublicLibrary,SeriesI.B.Non- Grantees, 1927–1945,box93, fol 38; außerdemHagemann, ElisabethMaresch491. 589 InAuszügenveröffentlicht:Braunias,Deutschtum. 590 Vgl. Sebba, AutobiographicalNote xi.Ausführlicher zuSebba siehePirker, Subversion. DiestaatswissenschaftlichenFächer624
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938