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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Erst imSommersemester 1930 kam– allerdings auchnur einmalig – dieVor- lesungFritzMachatscheks (»WirtschaftsgeographievonNordamerika«)hinzu. d) FritzMachatschek FritzMachatschekwurdeam22.September1876 inWischau,Mähren[Vysˇkov/ CZ]geboren.SeinKarrierepfadführteihnübereineProfessuranderDeutschen Universität Prag nachWien, wo er jedoch 1934 aus politischenGründen ent- lassenwurde.ErnahmdaraufhineineStelle inMünchenan,woerbiszuseinem Tod1957wirkte.MachatschekbeschäftigtesichmitdenOberflächenformender Erde und veröffentlichte zumBeispiel eine »Gletscherkunde« (1902) und das zweibändigeWerk»DasRelief derErde« (1937und1955). e) HugoHassinger599 AbdemWintersemester1931/32wurdendieVorlesungenHugoHassingers,der soebenalsNachfolgervonEugenOberhummerandieUniversitätWienberufen worden war, ins rechts- und staatswissenschaftliche Lehrverzeichnis aufge- nommen. HugoHassingerwurdeam8.November1877inWiengeboren.NachStudien der Geographie, Geologie undGeschichte promovierte er im Jahre 1902 zum PhDr.,absolvierte1903dieLehramtsprüfungundgingindenSchuldienst. 1914 habilitierteeranderUniversitätWienmitderSchrift»DieMährischePforteund ihre benachbarten Landschaften« und lehrte als Privatdozent amGeographi- schen Institut, bis er 1918 als Universitätsprofessor nach Basel, 1927 nach Freiburg imBreisgauberufenwurde.1931kehrteHassingernachWienzurück, wo er bis 1951 als Ordinarius für Kulturgeographie lehrte. Er gilt mit dem »KunsthistorischenAtlasvonWien«(1916)alsBegründerderWienerSchuleder Stadt- undKulturgeographie undwar zudemMitbegründer undObmannder »Kommission für Raumforschung und Wiederaufbau« der Österreichischen Akademie derWissenschaften.Hatte sichHassinger zunächst noch vor allem der Geomorphologie gewidmet, wandte er sich nach seiner Rückkehr an die UniversitätWiender politischenundHumangeographie zu,wozuer zumBei- spiel »Die Geographie des Menschen« (1937) oder »Österreichs Wesen und Schicksal, verwurzelt in seinergeographischenLage« (1948)publizierte. HassingerkambeiderEtablierungderRaumforschung inÖsterreichgroße Bedeutungzu, insbesondere imBereichder Südosteuropaforschung.Nicht zu- letzt aufgrund des Interesses der Nationalsozialisten an »Lebensraumpolitik« konnteerdieserForschungsrichtungzumDurchbruchverhelfen, alserab1938 599 Vgl. Svatek,HugoHassinger; sowieLichtenberger, Entwicklung32 f. DiestaatswissenschaftlichenFächer628
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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