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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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die multidisziplinäre »Arbeitsgemeinschaft für Raumforschung« leitete. Jene disziplinenübergreifende Forschung beinhaltete neben der Kulturgeographie unter anderemÖkonomie, Philosophie, Medizin und auch die Rechtswissen- schaften.VondenStudierendenderRechts-undStaatswissenschaftenkonnten indenWintersemesternder 1930er JahreHassingersVorlesungen »Die natür- lichenGrundlagen derWirtschaft«, »Der atlantischeWirtschaftsraum«, »Her- kunft undVerbreitungderwichtigstenWelthandelsgüter« oder »DieWelthan- delswege«besuchtwerden.HugoHassinger verstarbam13.März1952. H. Privatwirtschaftslehre (TamaraEHS) 1. Allgemeines AnderUniversitätWienwardiePrivatwirtschaftslehre lediglicheinNebenfach undetabliertesichstattdessenallmählichanderHochschulefürWelthandel.Der Rechtshistoriker Karl Hugelmann hatte in seiner Funktion als Bundesrat die Verleihung des Promotionsrechts für die Hochschule für Welthandel jedoch jahrelangblockiert, »[w]eil die Privatwirtschaft kein selbständigesWissensge- biet ist«.600DieseEinstellunggegenüberderPrivatwirtschaftslehrespiegeltesich in den Studien- undLehrplänenderRechts- und Staatswissenschaftlichen Fa- kultät wider:Die Privatwirtschaftslehrewurde ausschließlich vonHonorardo- zentengetragen;esgabkeinenentsprechendenLehrstuhl.Auchhattekeinerder dreiVortragenden desUntersuchungszeitraumes einenAbschluss der Rechts- undStaatswissenschaftlichenFakultät:RudolfB‚ rtaundKlemensOttelkonnten gar keinen universitären Studienabschluss vorweisen, sondern waren Absol- ventenderHandelsakademie,HeinrichRudolf SalvaterrawarDoktorder tech- nischen Wissenschaften und damit Absolvent der Technischen Hochschule Wien. DiePrivatwirtschaftslehrewar im juristischenStudienplannicht einmalan- geführt;auchdiestaatswissenschaftlicheStudienordnungvon1919erwähntesie nochnicht. Erstmit der Studiennovelle von1926war vonangehenden Staats- wissenschafter/innen im zweiten, wirtschaftswissenschaftlich-soziologischen Abschnitt, eine »Vorlesung über Privatwirtschaftslehre, und zwar über Han- delstechnik (Buchführung) oder Betriebswirtschaftslehre oder Warenkunde, odereineVorlesungüberVersicherungsrecht«601verpflichtendzubelegen. 600 Vgl.ÖStAAVA,UnterrichtAllg., Prüfungen,Karton6902,Az21021/1922. 601 BGBl258/1926. Privatwirtschaftslehre 629
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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