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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Würzburg). Von den österreichischen Schwesterfakultäten wurden berufen: Max Layer (1928, Graz), Hans Mayer (1923, Graz), Ludwig Adamovich sen. (1934,Graz)undFriedrichWoess(1926, Innsbruck).Direktvor ihrerBerufung zum ao.Prof./o.Prof. an der Universität Wien tätig waren hingegen:12 Leo Strisower (1922),AlexanderHold-Ferneck (1922),RudolfKöstler (1923),Hans Kelsen (1918; 1919),OskarPisko (1918; 1924), StephanBrassloff (1919),Adolf Merkl (1920; 1932),KarlGottfriedHugelmann(1924; 1932),ErnstSchönbauer (1924; 1929), Alfred Verdroß (1924; 1925), Gustav Walker (1924), Hubert Streicher (1928),WilhelmWinkler (1929)undFerdinandKadecˇka (1934).Von diesenhatten sich lediglichRudolfKöstlerundHubert Streichernicht inWien habilitiert. Die Entscheidung, dieHeimatstadt zuverlassenund in eine ferneUniversi- tätsstadt zu ziehen, fiel oft nicht leicht, bedeutete dies schließlichdasZurück- lassenvonFamilie undFreunden,wie auch einenBruchmit denbestehenden (Neben-)Beschäftigungen. So beschreibt Ludwig Adamovich sen. seine Ent- scheidung,1927nachPragzugehen,wiefolgt:»DerEntschluß[…]fielmirnicht leicht. Galt es doch für immer Abschied zu nehmen von der mir so lieb ge- wordenen Tätigkeit in der Praxis der Verwaltung, für einen ungewissen Zeit- raumzummindestenauchvonWien, vonÖsterreich.«13 C. DerZusammenbruchderMonarchieundseineFolgen DieUntersuchungderKarrierewegeösterreichischerWissenschafterzeigt,dass umdieJahrhundertwendezum20. JahrhundertvieleUniversitätslaufbahnenan der jüngsten Universität Cisleithaniens, der Franz-Josephs-Universität in Czernowitz, begannen. Viele junge Gelehrte wurden nach einer Habilitation bspw.anderUniversitätWienalsaußerordentlicheoderordentlicheProfessoren nach Czernowitz berufen, verweilten dort einige Zeit lang und gingenweiter meist nach Prag, Graz oder Innsbruck.14 Manch einer von ihnen erreichte schließlich inWien seinen karrieristischen Höhepunkt.15Durch die Neuord- nung Europas nach dem Ersten Weltkrieg fielen fünf der österreichischen Universitäten anandereStaaten: So lagendieUniversitätKrakauunddieUni- 12 InKlammernwirddasBerufungsjahrangegeben. 13 Adamovich, Selbstdarstellung15. 14 So ander rechtswissenschaftlichen Fakultät: ErnstHruza,Heinrich Singer, LudwigWahr- mund, Ludwig Schiffner, Robert Mayr Ritter vonHartig, Adolf Lenz, Franz Exner, Josef Schumpeter, Ernst Mischler. Von der philosophischen Fakultät sei hier nur der spätere WienerRektorFriedrichBeckegenannt. 15 SobeispielsweiseMoritzWellspacheroderauchMorizWlassak (allerdings folgtenbei ihm nachGraznocheinigeStationenbis ernachWienberufenwurde). DieösterreichischeUniversitätslandschaftum1918644
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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