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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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müssen, die keineswegs irgendwie Nennenswertes an der Universität leisten würden.«23 Tatsächlich absolvierten vieleWissenschaftler ihre erste Station als Profes- soren in Czernowitz. Die von Prokopowitsch24 erstellteÜbersicht zeigt aller- dings auch deutlich, dass imGegensatz zu denUniversitäten Graz und Inns- bruck, die zumeist nurals »Sprungbrett« fürdieUniversitätWiendienten, die Universität in Czernowitz sowohlWissenschaftler mit Ambitionen auf Lehr- kanzelnandendeutschsprachigenUniversitätenCisleithaniensalsauchsolche, dieeineKarriereandenUniversitäteninKrakauundLemberganstrebten(auch wenndiese innurgeringerAnzahlvertretenwaren)25anzog.Einschränkendauf die juristischeFakultät zeigt sich,dassvoninsgesamt45Professoren26mehrals einDrittelunmittelbarvorderBerufungnachCzernowitzalsPrivatdozentenan derUniversitätWien tätigwar.Weiterswurdenvondiesen45 (bzw.wennman die1919aufgrundderRumänisierungenthobenenbzw. inCzernowitz verblie- benenProfessorenwegrechnet von32)Professoren28anandereUniversitäten erfolgreichberufen–diemeistendavonentweder andie (Deutsche)Karl-Fer- dinands-Universität Prag, an die Karl-Franzens-Universität Graz bzw. an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck.DiemeistenProfessoren (18)kamen ausWien. Czernowitz dürfte besonders für »innerösterreichische« Mobilität interessant gewesen sein, lediglich fünf Personen kamen aus dem deutsch- sprachigenAusland und lediglich zwei von 28 an andereUniversitätenwech- selndenProfessorenverließennicht nurCzernowitz sondern auchÖsterreich. EigenerNachwuchswarebenfallsnichtstarkrepräsentiert:Solehrtenvierder CzernowitzerProfessorenbereitsdavor inCzernowitz alsPrivatdozenten,hin- zukommtder 1875 zumProfessor für Zivilprozess ernannteLandesgerichtsrat Konstantin Tomaszczuk, der sich sehr für die Gründung dieser Universität 23 Kaser, Franz-Josefs-Universität 29. 24 VglProkopowitsch, Franz-Josephs-Universität inCzernowitz. 25 So beispielsweise der Rechtshistoriker Alfred vonHalban, der vor seiner Berufung nach CzernowitzPrivatdozent inKrakauwarundnachzehnjährigerTätigkeit inCzernowitz1905 denRufnachLembergannahm.VglHalbanAlfred, in:ÖBLII (Wien1958)157. 26 FürdieÜbersichtwurdendieDatenvonProkopowitschherangezogen,einbezogenwurden nicht die »honorierten Dozenten«, da über sie zu wenig Angaben bzgl Karrierelaufbahn vorlagen, es handelt sich bei den »honorierten Dozenten« um Basil vonWolan, Johann Weißmann, JohannBarek, JosefKryspinundFranzLunz.Prokopowitschberücksichtigt in seinerÜbersichtAchillRappaport nicht, der jedoch imVorlesungsverzeichnisderUniver- sität Czernowitz als außerordentlicher Professor aufscheint. Vgl. Verzeichnis der öffentli- chenVorlesungenanderk.k.FranzJosephs-UniversitätSS1912,9.Rappaportgibtinseinem Lebenslaufan,dassihm1911derTiteleinesaußerordentlichenProfessorsverliehenwurde– womöglich ergibt sich seine Bezeichnung im Vorlesungsverzeichnis daraus. Zu ihm vgl. 361f.Weiters gibtProkopowitschan,dass JosefMauczka1915verstorbenwäre,dieser wurde jedoch 1916 andieDeutscheKarl-Ferdinads-Universität berufen,wo er 1917 starb. Vgl. Staudigl-Ciechowicz,Universitätenum1918mwN. DieFranz Josef-Universität inCzernowitz 647
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938