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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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wurdenebenLeonidas Pitamic auchHansKelsen alsKandidat erwogen, dieser wurde jedoch an die Universität Wien berufen, währendman sich entschloss Pitamic1918 inCzernowitz zuernennen.58LeonidasPitamic59hatte sich1915 in Wien für allgemeines und österreichisches Staatsrecht habilitiert. Er ging 1919 nachLjubljanaundwar anderGründungderUniversität Ljubljanabeteiligt, an derer indenfolgendenJahrenunterrichtete. E. DieKarl-Franzens-UniversitätGraz Der »Austausch« an Lehrenden zwischenWien undGraz gestaltete sich stets recht intensiv. Viele Wiener Privatdozenten wurden auf Grazer Lehrkanzeln berufenundauchumgekehrtkamenGrazerPrivatdozentennachWien,umhier zu lehren.Durchdiese personellenVerflechtungenkamesnicht nur zu einem Austauschvon»Know-how«,auchIdeenzuwissenschaftlichenProjektewurden dadurchübernommen.SokonntesichdieGrazerFakultätbereitsseit1913eines »k.k. Kriminalistischen Instituts an der Universität Graz« rühmen, in den zwanziger Jahren konnte diese Idee auch inWien Fuß fassen und führte zur Gründung des Wiener Universitäts-Instituts für die gesamte Strafrechtswis- senschaft undKriminalistikunterWenzelGleispach.60Sein langjährigerAssis- tent und 1933 schließlich Nachfolger war der Grazer Privatdozent Hubert Streicher, der sich 1919 beiAdolf Lenz habilitiert hatte und amGrazer krimi- nalistischen Institut als Assistent tätig war, bevor er 1923 seine Lehrbefugnis nachWienübertragen ließundbeiGleispachAssistentwurde.Erwares auch, derdieHaupttätigkeit amWienerUniversitäts-Institut besorgte.Aber auch im Bereichdes Staatsrechts fallenProfessoren auf, die sowohl inGraz als auch in Wien tätig waren:Max Layer und LudwigAdamovich sen. Der etwa eineGe- neration ältere Layer habilitierte sich 1901 inGraz,wurde 1903nachWien als außerordentlicher (späterordentlicher)Professorberufen,kam1908zurückan dieGrazerFakultätundwechseltezwanzigJahrespäterwiedernachWien.Seine Nachfolge inGraztrat1928der inWienhabilitierteLudwigAdamovichsen.an. AlsLayer1933 inPensiongeschicktwurde,61wareswiederLudwigAdamovich sen., der inWien 1934 sein Nachfolger wurde. 1933 wurden hingegen an die UniversitätGrazJosefDobretsbergerundHeinrichReichelberufen.Zudenvon WiennachGrazabgewandertenWissenschaftlerngehörteauchderbedeutende ZivilrechtlerArminEhrenzweig,dersich1896inWienhabilitierthatteunddort 58 Vgl.dazuOlechowski,HansKelsenunddieBerufungennachGraz,CzernowitzundWien. 59 Vgl zu ihm473Fn.42. 60 Vgl.dazuausführlich452–456. 61 Vgl.dazu506–508. DieösterreichischeUniversitätslandschaftum1918654
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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