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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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in Prag als auch an derWiener Universität Rechts- und Staatswissenschaften unterrichteten,istlang.FürmanchederPragerProfessorenwarihrAufenthaltin Prag einkurzesZwischenspiel, andere bliebenderdeutschenPragerRechtsfa- kultät jahrelang treu – sowechselte Hans Gross nach nur drei Jahren an die Universität Graz, sein Nachfolger in Prag hingegen, Wenzel Gleispach, blieb neunJahreanderDeutschenKarl-Ferdinands-Universität, bevorernachWien weiterzog.VielederPragerProfessorenanderDeutschenUniversitäthattensich inWienhabilitiert. ZuZeitenderHabsburgermonarchiewarendies unter an- derem: Gustav Hanausek, der später nach Graz berufen wurde, wo er über dreißig Jahre lehrte; Heinrich Rauchberg,93 der 1896, fünf Jahre nach seiner Habilitation, nach Prag als Ordinarius für Statistik, Verwaltungslehre und österreichischesVerwaltungsrecht berufenwurdeunddort bis zu seiner Eme- ritierung 1930 blieb; oder auch Josef Mauczka, der seit 1909 in Czernowitz Ordinarius für österreichisches Privatrecht war und 1916 nach Prag berufen wurde,wo er ein knappes Jahr bis zu seinemTod lehrte.94Auffallend ist nach 1918 die große Anzahl österreichischer Staatsrechtler an der Deutschen Uni- versität in Prag. So scheinen beimBesetzungsvorschlag für dieNachfolge von Ludwig Spiegel 1926 nur Juristen auf, die inWien studiert hatten: »primo et aequo loco: ProfessorDr. Rudolf Laun inHamburg undProfessorDr. Alfred Verdross inWien,secundoloco:Prof.Dr.HansNawiasky inMünchen, tertio loco: den PrivatdozentenDr. LudwigAdamovich inWien.«95NachVerhand- lungenmit Laun und Verdross wurde Adamovich rückwirkendmit Oktober 1927 zum außerordentlichen Professor für allgemeine Staatslehre und tsche- choslowakisches Verfassungsrecht, allgemeine Verwaltungslehre und tsche- choslowakischesVerwaltungsrecht ernannt.96Bereits ein Jahr später wechselte AdamovichandieUniversitätGrazalsNachfolger vonMaxLayer.Aufdienun erledigte Lehrkanzel in Pragwurde ebenfalls ein (ehemaliger)WienerRechts- wissenschafter berufen: Fritz Sander, der sich 1920 bei Hans Kelsen inWien habilitierthatteundseit1921anderDeutschenTechnischenHochschuleinPrag 93 HelmutSlapnicka,RauchbergHeinrich, in:ÖBLVIII (Wien1983)437 f. 94 In der Übersicht bei Prokopowitsch (Prokopowitsch, Franz-Josephs-Universität in Czernowitz 30) scheintMauczka als 1915 gestorben auf, laut Slapnickaundden Informa- tionendesUniversitätsarchivsderKarls-Universität inPrag starbMauczka jedoch erst im Juli 1917. 1916 wurde er an die deutsche Karl-Ferdinand Universität in Prag berufen (Slapnicka, Juridischen Fakultäten 65 f). In den Personalstandverzeichnissen der Studi- enjahre1916/17und1917/18scheinternichtauf,waswohldaraufzurückzuführenseinwird, dass er nachdemStichtag für 1916/17 die Stelle antrat und vor demStichtag für 1917/18 bereitsverstorbenwar. 95 Bericht des Dekanats vom 19.10. 1926, abgedruckt in: Oberkofler, Berufung Ludwig Adamovich568. 96 Personalfragebogen, UAPrag, BestandDeutscheUniversität / Juristische Fakultät, Perso- nalaktLudwigAdamovich (F40). DieösterreichischeUniversitätslandschaftum1918660
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938