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WienerZulagebedeutenwürde.DasProfessorenkollegiumderGrazerFakultät
wandte sich daher an dasUnterrichtsministeriummit der Bitte, eine imVer-
gleichzurWienerZulageabgestufteGrazerZulagezuschaffen,daeinerseitsdie
Preise indenbeidenStädtennicht soweit auseinanderlagen,andererseitsdiese
Maßnahme Berufungen nach Graz aus dem Ausland erleichtern würde.
Schließlichwurdeaufdiebesser ausgestattetenWienerBibliothekenhingewie-
sen, diedenWienerProfessoreneinigeReisenersparenwürden–während für
GrazerProfessorenoftdieNotwendigkeitbestandnachWienzureisen,umsich
wissenschaftliche Literatur zu besorgen. Die Verbitterung über diese Un-
gleichbehandlunggeht deutlich aus demSchriftstückhervor: »Wir bitten, der
altenTradition,welchedieWienerHochschulendenGrazerHochschulenvor-
ziehen,endlichzuentsagenundauchdenGrazerProfessorenzugewähren,was
ihr gutesRecht ist.Wirmüssten inderVersagung einerGrazerZulage einuns
zugefügtes,schweresUnrechterblicken.«121DieseWünschestießenzunächstauf
taubeOhren.122DasProblemwurdeschließlichinsoferngelöst,alsdassesinden
Besoldungsgesetzenaus1924und1927garkeineWienerZulagemehrgab.
121 SchreibenandasUnterrichtsministeriumvom22.3. 1921,UAGraz, Jur.Dek.1920/21,841
ex1920/21.
122 Vgl.Höflechner, BaumeisterdeskünftigenGlücks189 f.
DieösterreichischeUniversitätslandschaftum1918666
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Titel
- Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Autoren
- Thomas Olechowski
- Tamara Ehs
- Kamila Staudigl-Ciechowicz
- Verlag
- V&R unipress GmbH
- Datum
- 2014
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-89971-985-7
- Abmessungen
- 15.5 x 23.2 cm
- Seiten
- 838
- Kategorie
- Recht und Politik