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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Mataja,derinsgesamtvierMalvorgeschlagenwurde,schafftendenEinzugindie Akademie nicht. Die Wahlvorschläge der Rechtshistoriker zeigen eine weite fachlicheStreuung: SowurdennichtnurFachkollegenvorgeschlagen, sondern auchHistoriker undRechtsdogmatiker.Auffallend ist, dass der aus Innsbruck stammende Hans Voltelini, der insgesamt 32Wahlvorschläge (20 Personen) machte, fünf Innsbrucker Gelehrte21 in achtWahlvorschlägen zuMitgliedern vorschlug. Fachlich gehörtenVoltelinis Kandidaten großteils den rechtshisto- rischenundhistorischenFächern an, die einzigen zwei »Ausreißer«warendie StrafrechtlerCarl StoossundWenzelGleispach.22 KeineVorschlägeerstattetenPaulJörs,MaxLayerundCarlStooss.Allerdings müssenbeiderAnalyseweitereAspektebeachtetwerden: So starbenPaul Jörs undMaxLayer wenige Jahre nach ihrer Ernennung zumwirklichenMitglied. Wenzel Gleispach, seit 1928 wirkliches Mitglied der Akademie der Wissen- schaften inWien, lebte seit Dezember 1933 in Deutschland und hatte somit zwischen 1934 und 1938 den Status eines korrespondierenden Mitglieds im AuslandunddadurchkeinVorschlagsrecht.Trotzdemverwundertseinegeringe AnteilnahmeandenGeschäftenderAkademie, imGegensatz zu seinem(poli- tischen) Engagement an derUniversitätWien.DerWahlvorschlagGleispachs, der von Alfons Dopsch unterstützt wurde, sollte Othmar Spann zum korre- spondiertenMitgliedderAkademieverhelfen.DerersteVersuch1932scheiterte zwar, 1933 wurde derWahlvorschlag jedoch abermals eingebracht und hatte Erfolg. Auffallend ist, dass als zweites den Wahlvorschlag unterstützendes wirklichesMitgliedAlfonsDopschundnichtder fachlichnäherstehendeAdolf Menzelaufscheint.AuspolitischerSichtverwunderndieAntragstellerallerdings nicht:SowohlDopschalsauchGleispachundauchSpannwarenMitgliederdes deutschen Klubs. Auch LeopoldWenger war – aufgrund seinermehrmaligen Universitätswechsel–nichtdurchgehendwirklichesMitgliedderAkademieder Wissenschaften inWien, ab 1927war er korrespondierendesMitglied imAus- landundab1935wiederwirklichesMitglied. Seine zehnWahlvorschlägewur- 21 Ludwig Pastor, Harold Steinacker, Otto Stolz, HermannWopfner und AlfredWretschko. 22 Zwarnicht imUntersuchungszeitraum,docherwähnenswert istdasEngagementvonErnst Schönbauer, der 1939 zum ordentlichen Mitglied gewählt wurde und somit ab diesem ZeitpunktMitglieder vorschlagenkonnte. SeineVorschlägewaren fachlichbesondersweit gestreut–erbemühtesichwohlalsDekanderWiener JuridischenFakultät,möglichstviele ProfessorenseinerFakultätandieAkademiezubringen.Allezehnvonihmvorgeschlagenen Personenwaren,wennauchnicht immer zumZeitpunktdesWahlvorschlages (sobeiMax Layer und Karl Gottfried Hugelmann) Lehrende der Wiener Rechts- und Staatswissen- schaftlichen Fakultät. Diemeisten von ihnenwaren nationalsozialistischer Gesinnung, so warenvonden zehnPersonen fünfParteimitgliederderNSDAPundeinerParteianwärter. Parteimitglieder:AdolfGünther,HansKreller,ErichSchwinge,ErnstSwobodaundEmanuel Vogel; Parteianwärter:AlexanderHold-Ferneck.Vgl. SchreibendesDekansandenRektor vom4.8. 1945,UAW, JCur239,Z670aus1945. DieAkademiederWissenschaften inWien 691
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938