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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Beamte,Bankiersundandere inderWirtschaftTätige (wieetwaRichardStrigl, Ewald Schams,Helene Lieser undKarl Schlesinger), die sich der jüngstenGe- nerationderÖsterreichischenSchulederNationalökonomiezugehörig fühlten. In unregelmäßigen Abständen traf sich dieses »bedeutendste wirtschafts- wissenschaftliche Forum der österreichischen Zwischenkriegszeit«31 im Sit- zungssaaldesBankenverbandes,denKarlSchlesinger zurVerfügungstellte, zu Vorträgenmit anschließenderDiskussion. Erster Sekretär derNationalökono- mischenGesellschaftwarFriedrichHayek, ihmfolgte1931FritzMachlupnach, der zuvor Kassier gewesenwar.Machlups Aufgabe übernahm ab 1931 Oskar Morgenstern. LautMartha Steffy Browne war es »ein großer Vorteil desMises-Privatse- minarsundderNationalökonomischenGesellschaft, daßmandort sehrhäufig ausländischeNationalökonomentraf«32.Diese frühen internationalenKontakte halfen später jenenMises-Schüler/innen, dieÖsterreich in den 1930er Jahren verlassen mussten, im Ausland beruflich Fuß zu fassen. Hervorzuheben ist insbesonderederÖkonomLordLionelRobbins, derdurch seineFreundschaft mitLudwigMisesoftinWienvortrugundschließlichFriedrichHayekzusichan dieLondonSchool ofEconomicsholte.AußerdembesuchteRobbinsMises im Frühjahr 1933, als dieser ihmbesorgt von den ersten Entlassungen deutscher WissenschafterinnenundWissenschafter aufgrunddesnationalsozialistischen Gesetzes zurWiederherstellung des Berufsbeamtentums erzählte. Lionel Rob- bins gründete schon imMai 1933gemeinsammitWilliamBeveridgedenAca- demicAssistanceCouncil, der Juden/Jüdinnenund anderenverfolgtenAkade- miker/innenhelfendzurSeite stand. Das faktische Ende der Nationalökonomischen Gesellschaft erfolgte am 18.März 1938 als ihr PräsidentHansMayer perRundschreiben alle jüdischen Mitglieder entließ. Er hätte stattdessendieGesellschaft einfach schließenkön- nen, zumaldiewichtigstenMitgliederwieLudwigMisesoderFriedrichHayek ohnehinbereitsemigriertwarenunddieNationalökonomischeGesellschaftihre Basisverlorenhatte.33 13. Pädagogisches InstitutderStadtWien34 Bildung stellte zurÜberwindung der dualistischen Gesellschaftsordnung das Kernthemader Sozialdemokratie dar.Denn inÖsterreichgab es ein Schulsys- 31 Feichtinger,Wissenschaft zwischendenKulturen188. 32 Browne,Mises–Privatseminar115. 33 Vgl.Müller, Idealwelten267; sowieLeube,Diskontinuitäten309. 34 Vgl. Schnell, Pädagogisches Institut. Extramuros:Vereine,Gesellschaften,KreisundVolksbildung712
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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