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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Die Forschungsaufträge der Wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle kamenhauptsächlich aus der Privatwirtschaft wie von denAnkerbrotwerken, der SchuhfirmaBally, demBudapester Fremdenverkehrsbüro, der Schuh- und Strumpffirma Delka, dem Warenhaus Herzmansky, der Lebensmittelfabrik Mautner Markhof oder der Kaffeefirma und Lebensmittelkette Julius Meinl. Dabei handelte es sich überwiegend um marktanalytische Untersuchungen mittels Interviews.Danebengab es aber auch (teils unentgeltliche) Studien, in denen der sozialdemokratischeHintergrund des Forschungsstellenteams zum Tragen kam, etwa über das Bildungsniveau der Großstädter/innen oder den LebensstandardderWienerBettler/innen. 20. AkademischeVereinigung fürVölkerbundsarbeit undAußenpolitik (AVVA)49 AusAnlass des Einmarsches BenitoMussolinis inAbessinienwurde die Aka- demischeVereinigung fürVölkerbundsarbeitundAußenpolitikgegründetund alsbaldvomRektoratanerkannt.SiehatteihrVereinslokalinderKrugerstraße1, wo zahlreiche Diskussionen und Arbeitsgemeinschaften stattfanden. Zu den Vortragenden zählten viele Absolvent/innen der Rechts- und Staatswissen- schaftlichen Fakultät, zum Beispiel Herbert Bab, der 1936 über Die Völker- bundversammlung1936referierte,oderGregorSebba,derimgleichenJahrüber DieWährungen–BesorgnisseundHoffnungensprach. ImAusschussderAVVA saßunter anderemder JuristundspätereBotschafterFranzHelmutLeitner. 1938wurde die AVVAaufgelöst, 1946 unter der BezeichnungAkademische Vereinigung fürAußenpolitik (AVA)dieVereinsaktivitätwieder aufgenommen. 21. ÖsterreichischerVerbandder InternationalenStudentischenLigafürdie NeugestaltungEuropas (ISL)50 Dieser vomRektorat anerkannteVereinwarnichtnur anderUniversitätWien tätig, sondernerstreckte seinenWirkungsbereichüberganzÖsterreich.Erwar Ende des Jahres 1933 gegründet worden, »um im gemeinsamen Streben die Friedensdiktate zu bekämpfenunddasVerständnis für dieNotwendigkeit der NeugestaltungdesZusammenlebensderVölker inEuropa zuvertiefen«.Dazu veranstaltete man internationale Kongresse und öffentliche Kundgebungen, führte eine Bücherei und Zeitschriftensammlung und vor allem richteteman 49 Vgl.UAW,SenatS. 164.226. 50 Vgl.UAW,SenatS164.145. AkademischeVereineundaußeruniversitärewissenschaftlicheVereinigungen 719
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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