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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Auskunftsstellen für die inÖsterreich studierendenAusländer/innen ein. Au- ßerdem gab es einen Austauschdienst, der österreichische Student/innen an ausländischeUniversitätenvermittelte. ImVorstandderISLsaßenzahlreicheJuristen,unterihnenTheoWührer,später Adjutant des Reichssicherheitshauptamtchefs Ernst Kaltenbrunner; einfaches MitgliedwarzumBeispielFriedrichButschek, späterSA-Scharführer51. C. WienerVolks-undArbeiterbildung52 1. Allgemeines DasstaatlicheBildungssystemjener JahrespiegeltegemäßWilhelmWeinhäupl eine »Gliederungdes gesamtenVolkes in herrschende SchichtenundUnterta- nen« wider; er erkannte darin die »Fortführung der sozialen Wirklichkeit, nämlichdieTrennungdesVolkes inRegierendeundRegierte«53.Dochdaneben (unddagegen) gab es selbstorganisierten Intellekt, wie bürgerliche Lesezirkel, dieAnfängederArbeiterbildungundvorallemseitdergesetzlichenFreistellung von1867–welchedieGründung »unpolitischerVereine« unter gewissenUm- ständen gestattete – auch ein reges Vereinswesen, das dieMonopolansprüche vonStaatundKircheinSachenBildunginFragestellte.NachdenAnfängenvon 1848,diedurchdenNeoabsolutismusimKeimersticktwordenwaren,stelltedas Jahr 1867 mit den Staatsgrundgesetzen den take-off für den Aufbau einer planmäßigenErwachsenenbildungdar. InWien gab es seit der Jahrhundertwende drei neutrale Bildungsvereine, den WienerVolksbildungsverein(gegründet1887),dieUrania(gegründet1897)unddas Volksheim (gegründet 1901, in einemeigenenHaus seit 1905). Andere Bildungs- vereine waren konfessionell oder parteipolitisch gebundenwie zumBeispiel die JüdischeVolkshochschuleoderdieArbeiter-Hochschule.WilhelmFillameintüber dieUnterschiedezwischenallgemeinenVolkshochschulenundmarxistisch-sozia- listischen Bildungsvereinen: »Die Volkshochschulen verschrieben sich derMas- senbildung, die Arbeiterbildung konzentrierte sich auf Funktionäre. Die Volks- hochschulengabensichneutral,dieArbeiterbildungwarparteilich«54.DasZielder ArbeiterbildungbestanddemnachinderBewusstseinsbildungundderEinübungin Organisation, war doch die Bildungsfrage zentralerAnknüpfungspunkt allerOr- ganisationsbestrebungendesProletariats:»DerVereinwaraberfürdieArbeiterdie 51 Vgl.LGLinzVg10Vr3015/48gegenDr.FriedrichButschek,Urteil vom8.2. 1949. 52 ZumfolgendenÜberblick siehebereitsEhs,HansKelsenundpolitischeBildung28 ff. 53 Weinhäupl, Pädagogik49. 54 Filla,Volkshochschularbeit 34. Extramuros:Vereine,Gesellschaften,KreisundVolksbildung720
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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