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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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dasDeutscheReich 1938wurdederVerein aufgelöst, seineRäumlichkeiten je- dochalsnationalsozialistischeVolksbildungsstätte genutzt. ZudenVortragendendesWienerVolksbildungsvereinszähltenzumBeispiel MarianneHainisch,AntonLampaundKatharinaMigerka, seitensderRechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät Carl Grünberg und Emanuel Adler. Aufgrunddes thematischenFokusdesVolksbildungshauses inderStöbergasse, der nicht aufBürgerkunde lag,warendort aber nur seltenRechts- undStaats- wissenschafter/innenvertreten.Diese fanden sichviel eher bei denVolkstüm- lichenUniversitätsvorträgenund imVolksheim. 3. VolkstümlicheUniversitätsvorträge HörerinnenundHörer desWienerVolksbildungsvereins hatten inden 1890er Jahren denWunsch nach systematischemUnterricht an Stelle der bisherigen Einzelvorträgegeäußert.Damit fasstedie IdeederVolkst(h)ümlichenUniversi- tätskursenachVorbildderenglischenUniversityExtensionauch inWienFuß– eineAktivität,dieübrigensheute(seit1998)unterdemBegriffUniversitymeets Publicweiterlebt. Der Brückenschlag zwischenVolksbildungundUniversität war zwar schon 1887 getanworden, alsman fürdenWienerVolksbildungsvereinUniversitäts- lehreralsVortragendegewinnenkonnte,docherstalsimJahre189353Lehrende auf eigenen und aufWunsch der Hörenden einen Antrag auf Abhaltung von VolkstümlichenUniversitätsvorträgenstellten, »beganndieWienerUniversität ihrenHauptaufgabenderakademischenLehreundForschungeinneuesGebiet hinzuzufügen, nämlich die Volksbildung in Form von systematischen, volks- tümlichen, durch Universitätslehrer geleiteten Kursen«58. 1895 hielt in Wien Einzug, was zwanzig Jahre zuvor an derUniversität Cambridge alsUniversity Extension erfundenwordenwar undauchdieVolksbildung inÖsterreich ent- scheidend verändern sollte. Die VolkstümlichenUniversitätsvorträge als Pro- dukt des späten Liberalismus öffneten zwar für die breitenMassen auchwei- terhinnichtdieTorezurUniversität–dieStatutenhieltenausdrücklichfest,dass dieKursenicht innerhalbderMauernderUniversitätabgehaltenwerdendürfen –aber sie ließenWissennachaußendringen. DerHistoriker und Sozialdemokrat LudoMoritzHartmannwarmaßgebli- cher Initiator derVolkstümlichenUniversitätsvorträge (und später desVolks- heimes) und setzte als Ziel der Kurse die »Erweiterung und Vertiefung des elementarenWissensundDenkens,dasdieallgemeineVolksschulevermittelt«59 58 Altenhuber,UniversitäreVolksbildung11. 59 Hartmann,Universitätskurse18. Extramuros:Vereine,Gesellschaften,KreisundVolksbildung722
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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