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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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19 einen Kurs über das Recht der Privatversicherung des Städters und Hugo Forcher sprachamAlsergrundvor27Hörer/innenüberMassenbeobachtungen imDienste der Staatsverwaltung.WenzelGleispachmachte imHerbst 1919 je- weils donnerstags amAkademischenGymnasium zehnHörer/innenmit zeit- gemäßerKriminalpolitikbekannt,RobertBartsch sprachüber Jugendfürsorge, Friedrich Hawelka über Versicherungsrecht einschließlich Sozialversicherung (jeweils freitagsamPharmakologischenInstitut inderWähringerStraße),Karl Brockhausenüber Stadt, LandundGemeinde (jeweils donnerstags imAkade- mischenGymnasium)undEmanuelAdlermachteimJännerundFeber1920mit denNeuerungen imArbeitsrecht vertraut (jeweils dienstags in der Staatsreal- schuleSchopenhauerstraße). Aufgrundder galoppierenden Inflationwarder Preis für einenVolkstümli- chenUniversitätskurs imOktober undNovember 1922, als Köstler eine Ein- führung indieRechtswissenschaft (jeweilsmontags inderVolksheimzweigstelle Simmering) und Goldmann eine Einführung in dieWirtschaftsgeschichte (je- weils freitags in der Volksheimzweigstelle Simmering) gab, bereits auf 2.000 Kronen gestiegen. Nur wenige Wochen später, als Braßloff Rechtsfragen des täglichenLebens erläuterte (jeweilsmontags in derVolksheimzweigstelle Sim- mering), kostete der Kurs bereits 4.000 Kronen. Die außerordentliche Vor- tragsreiheWien – sein Bodenund seineGeschichte (eine Ringvorlesung unter anderemmit Hans Voltelinis Referat über Soziale und Verfassungsgeschichte Wiens imMittelalter), die von Jännerbis Juni 1923 jeweils anSamstagen statt- fand, markierte nicht nur aufgrund des Eintrittspreises eine Überraschung (25.000Kronen), sondernvor allemweil hiermit einVolkstümlicherUniversi- tätskurs innerhalb derMauern der Universität stattfinden durfte. Der Kleine FestsaalderUniversitätWienwar fürdieVolksbildunggeöffnetworden. DieVolkstümlichenUniversitätsvorträgestelltendieeinzigeVolkshochschule dar, die rechtlich dem Bund zuzuordnen war. Doch aufgrund der sich ver- schlechterndenWirtschaftslage konnte dieser die Finanzierung der Kurse in immergeringeremAusmaßsichern. ImWinter1923/24hieltAdolf JuliusMerkl nochansechsFreitagenamPharmakologischenInstitutdenKursÖsterreichals Republik und Bundesstaat, doch in den späteren Zwanzigerjahren war an mehrteilige Kurse nicht mehr zu denken. Da die Vortragenden kaummehr bezahltwerdenkonnten,botmanfastnurnochEinzelvorträgean.Soreferierten etwa Karl Gottfried Hugelmann undWenzel Gleispach an einem Abend im Dezember 1928 über Das deutsche Recht beziehungsweise über Die Straf- rechtsreform imDeutschen Reich und inÖsterreich, wofür sie bei einemEin- trittspreis von 5 Groschen jeweils 25 Schilling Honorar erhielten. Außerdem wurdedasProgrammvonKursenaufVortragsreihenumgestellt, diewiederum imKleinen Festsaal der Universität stattfinden durften, wie zumBeispiel die RingvorlesungFührerundWegweiser indieKulturderNeuzeit imWinter1930/ WienerVolks-undArbeiterbildung 725
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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