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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Friedjung, Karl Kautsky, Richard Coudenhove-Kalergi und Rosa Mayreder sowieMaxAdler,HansKelsenundKarlRennerüberPazifismus,Psychoanalyse, Monismus, Schulreform,Menschenrechte, Frauenbewegung und Eherechtsre- formvortrugen.88Regelmäßig fanden auchKurse zu staatsbürgerlicher Erzie- hungstatt. BeiderVereinsgründunghattedarüberhinausdieAbsichtbestanden,mög- lichst bald auch eine Volkshochschule für Sozialwissenschaften ins Leben zu rufen. Dabei sollten Kenntnisse auf den Gebieten der Sozial- und Kulturge- schichte, derGesellschaftswissenschaften, derÖkonomieundderPsychologie gelehrtwerden.89DerAusbruchdesErstenWeltkrieges hatte dieVereinsarbeit der ersten Jahre jedochmassiv auf die soziale Fürsorge gelenkt. Auch in den 1920erJahrenwurdevonderBereitschaftvielSozialarbeitgeleistet,zumBeispiel inderFachgruppefürKinderfürsorge,dieKindertagesheimstättenbetreuteund als Erziehungsberatungsstelle fungierte, oder in der Fachgruppe für Pfleg- schaftswissen,die sich inderArbeitsvermittlungengagierte, finanzielleUnter- stützungbot,Rechtshilfe gab,undpädagogischeBeratung leistete. 7. Gesellschafts- undWirtschaftsmuseum DasGesellschafts-undWirtschaftsmuseuminWien,gegründetvonOttoNeurath (dem Sohn des Wiener NationalökonomenWilhelm Neurath), nahm am 1. Jänner 1925 seine Tätigkeit auf. Subventioniert war der Verein vomWiener Gemeinderat unter Hugo Breitner. Zielsetzung war, die Zusammenhänge von WirtschaftundGesellschaftleichtverständlichdarzustellenunddamitnichtnur volksbildend,sondernpolitischzuwirken. InNeurathsWortenhandelteessich beimGesellschafts- undWirtschaftsmuseumumeine »Zentralstelle für gesell- schafts- und wirtschaftswissenschaftliche Unterweisung durch vorwiegend optischeMittel,GraphicaundModelle«90.MitHilfedesGraphikersGerdArntz entwickelte Neurath dafür dieMethode derWiener Bildstatistik.Das System dieserPiktogrammeistalsIsotype(InternationalSystemofTypographicPicture Education)bekanntgeworden. ImKuratoriumdesVereins saßen unter anderemder Rechtsanwalt Gustav ScheuundProfessorWalterSchiff.DieBüroräumebefandensichimerstenJahr amBorromäusplatz3,von1927bis1934inderUllmannstraße44.Zudenersten Mitarbeiter/innenOttoNeuraths zählte der JuristAlbinTschinkel.DasGesell- 88 Vgl. Stadler, Spätaufklärung455.HansKelsenreferierte am5.12.und12.12. 1923 inder »Fachgruppe für sozialeBildung«über seine jüngsteSchriftMarxoderLassalle. 89 Vgl.Belke, JosefPopper-Lynkeus48. 90 Vgl.OttoNeurath,Gesellschafts- undWirtschaftsmuseums. Extramuros:Vereine,Gesellschaften,KreisundVolksbildung734
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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