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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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nomischeGesellschaftneu,fandsichbiszuseinerEmigration1934aberauchan jedem zweiten Freitagabend zwischen Oktober und Juni mit etwa 20 bis 30 (ehemaligen) Studierenden in seinemBüro in der Handelskammer zu einem Privatseminar ein, umüber geldtheoretische,methodologische und allgemein wirtschaftspolitischeFragen100zudiskutieren.LautGottfriedHaberlerwardas Seminar»apostgraduateaffair […].Practicallyallparticipantshadadoctorate andmanywere lecturers intheUniversityofViennaorvisitingprofessors from foreign universities«101; doch Ludwig Mises ließmanchmal auch einige viel- versprechendeDoktorandenteilnehmen. DieMitgliederwarennicht ausschließlichNationalökonom/innen(mit rechts-/ staatswissenschaftlicherAusbildung), sondernunter ihnenwarenebensoHistori- ker/innen, Mathematiker/innen und Philosoph/innen. ZuMises’ Gästen zählten etwa Victor Bloch, Gottfried Haberler, Friedrich Hayek, Felix Kaufmann, Fritz Machlup, OskarMorgenstern, Paul Rosenstein-Rodan, Karl Schlesinger, Richard Strigl,GerhartTintner,AlfredSchützundErichVögelin. ImUnterschiedzuvielen anderen Kreisen und Vereinigungen war das Mises-Privatseminar auch Frauen zugänglich,jasiemachtengarrundeinViertelallerregelmäßigenTeilnehmer/innen aus:MarianneHerzfeld, Helene Lieser, Gertrud Lovasy, Ilse Schüller-Mintz, Elly Spiro-OffenheimerundMarthaStephanieHermann-Braun.VonZeit zuZeitwur- denauchausländischeBesucher/inneninsSeminareingeladen,unterihnenderUS- Amerikaner John Van Sickle, dessen Kontakte zur Rockefeller Foundation für LudwigMisesundeinigeTeilnehmer/innenseinesKreises sowohlhinsichtlichder FinanzierungvonEinrichtungenwiedesInstitutsfürKonjunkturforschungalsauch fürStipendienzurAbsolvierungpostgradualerStudienanUS-Universitätennoch vongrößterBedeutungseinsollten.102 DieThemenwahl derZusammenkünftewardenMitgliedernüberlassen; al- lerdingswar pro Jahr einHauptthema festgesetzt. FritzMachlup erinnert sich etwaandas Jahr, indemMethodologiebehandeltwurde, als SchützundKauf- mann inHusserls Ideenwelt einführten undVerbindungen zumSchlick-Kreis entstanden.103 Gottfried Haberler streicht die Interdisziplinarität des Kreises hervor, die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit Philosophie und Rechtsfragenverband.104 hierbei um einen Verein aller jener, die auf eine Verbesserung der unbefriedigenden Wohnungsverhältnisse inÖsterreichhinarbeitenwollten.Misesengagierte sichv.a. inder geplantenReformderGebäudebesteuerung. 100 Näher zudenDiskussionsthemensieheBrowne,Mises–Privatseminar112 ff. 101 Haberler,Mises’sPrivateSeminar123. 102 Näher zum bereits umfassend erforschten Mises-Seminar siehe z.B. Feichtinger, Wissenschaft zwischendenKulturen185 ff. 103 Vgl.Machlup, in:Mises, LudwigvonMises261. 104 Haberler, in:Mises, LudwigvonMises264. Extramuros:Vereine,Gesellschaften,KreisundVolksbildung738
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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