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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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ZusammenfassungundSchlussbetrachtung (ThomasOLECHOWSKI/TamaraEHS/KamilaSTAUDIGL-CIECHOWICZ) DieUniversitätWienzählteanderWendevom19. zum20. Jahrhundert zuden bedeutendsten Hochschulen weltweit. Zu ihrem hervorragenden Ruf trugen insbesondere die »Zweite medizinische Schule« (Theodor Billroth, Robert B‚ r‚ nyu.a.),die»WienerSchulederKunstgeschichte«(AloisRiegl,MaxDvorˇ‚ k u.a.) sowie nicht zuletzt die an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fa- kultät gepflegte »ÖsterreichischeSchulederNationalökonomie« (CarlMenger, EugenBöhmvonBawerku.a.)bei.Auchnach1918gelangesnochineinzelnen Bereichen,beachtlicheLeistungenzuerzielenundneueSchulenaufzubauen:Zu nennensindhiervorallemdie1911vonHansKelsenbegründete,abererstnach 1918 zu voller Blüte gelangende »Wiener rechtstheoretische Schule« sowie, an der Philosophischen Fakultät, der um1922 entstandene »WienerKreis« unter der Leitung vonMoritz Schlick.DochderZerfall derMonarchie, der traditio- nelle akademische Karrierewege zerriss (Rumänisierung der Universität Czernowitzu.a.),diewirtschaftlichenKrisenunddiedarausfolgendeschlechte Besoldung der Universitätslehrer, vor allem aber das immer rauer werdende politische und ideologische Klima, wirkten sich schon bald negativ auf die Entwicklung der Universität im Allgemeinenwie auf die Rechts- und Staats- wissenschaftlicheFakultät imBesonderenaus. Bis zumErstenWeltkriegwar an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät jedes Fach in der Regel durch zwei ordentliche Professoren (Ordina- rien)vertreten(sodasRömischeunddasBürgerlicheRecht,dasStrafrecht,das ZivilgerichtlicheVerfahrensrecht sowiedasStaats-undVerwaltungsrecht).Die beiden deutschrechtlichen Ordinarien wurden noch durch einen dritten für Österreichische Reichsgeschichte verstärkt; die politischeÖkonomie (welche als eineWurzel nicht nur der heutigen Volkswirtschaftslehre, sondern über- haupt der sozial- undwirtschaftswissenschaftlichenFächer angesehenwerden kann) verfügte sogar über drei Lehrstühle, zu denen noch ein besonderer Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte hinzukam. Lediglich im Handelsrecht lehrte nur ein Ordinarius, und das Kirchenrecht war schon seit 1906 fast durchgehendunbesetzt.InsgesamtsaßensomitimakademischenJahr1913/14–
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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