Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Nach 1918
Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Seite - 157 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 157 - in Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938

Bild der Seite - 157 -

Bild der Seite - 157 - in Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938

Text der Seite - 157 -

5 Platzierung auf dem Arbeitsmarkt : Die k. k. Arbeitsvermittlung an Kriegsinvalide 5.1 Gründung und Aufbau Im Anschluss an die erfolgreiche Invalidenschulung sah das Konzept der sozialen Kriegsbeschädigtenfürsorge eine staatlich organisierte Vermittlung der Geschulten auf geeignete Arbeitsplätze vor.1 Das Endziel  – die Herstellung von „Erwerbsfähigkeit und Erwerbsmöglichkeit der Kriegsbeschädigten“2  – sollte, was die Erwerbs fähigkeit betraf, zunächst durch Schulung, und was Erwerbsmöglichkeit anbelangte, durch eine darauf aufbauende Arbeitsvermittlung erreicht werden. Unterstützung bei der Ar- beitsplatzsuche avancierte somit zum öffentlichen Auftrag. Kein Kurs entließ die Geschulten ohne weitere Beratung auf den Arbeitsmarkt : Entweder wurden Kriegs- beschädigte direkt vom Schulungsträger auf einen Arbeitsplatz vermittelt oder eine Arbeitsvermittlungsstelle übernahm diese Aufgabe. Die administrative Verankerung dieses Aufgabenbereiches erfolgte im Umfeld der Landeskommissionen. Im Juni 1915 wurde per Ministerialerlass3 die sogenannte k. k. Arbeitsvermittlung an Kriegsinvalide geschaffen. Dieser dem Ministerium des Innern unterstellte „staatliche Verwaltungsapparat“4 entband die gerade erst im Aufbau be- griffenen Landeskommissionen von der Aufgabe, für die Rückführung der Kriegsbe- schädigten in das Erwerbsleben zu sorgen5  – einer Aufgabe übrigens, der die Landes- kommissionen wohl angesichts ihrer mangelhaften Personalausstattung ohnehin nicht hätten gerecht werden können. Die neu ins Leben gerufene Einrichtung war im Un- terschied zu den Landeskommissionen keine völlige Neuschöpfung, sondern konnte meist auf bereits bestehenden  – teils gemeinnützigen, teils öffentlichen „Arbeitsnach- 1 Zur Arbeitsvermittlung siehe Verena Pawlowsky/Harald Wendelin : Transforming Soldiers into Workers. The Austrian Employment Agency for Disabled Veterans during the First World War (erscheint 2014, in : Berghahn Books) 2 K.k. Ministerium des Innern, Mitteilungen über Fürsorge für Kriegsbeschädigte, Wien 1915, S.  6. 3 Erlass des MdI v. 28.6.1915 ; ebd., S.  26–28. 4 K.k. Ministerium des Innern, Mitteilungen über Fürsorge für Kriegsbeschädigte, Wien 1916, S.  152– 154, hier S.  152. 5 Auf die bereits eingerichteten Invalidenfürsorgestellen musste nun dahin gehend eingewirkt werden, dass sie die Arbeitsvermittlung wieder aufgaben ; ebd., S.  153f.
zurück zum  Buch Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938"
Die Wundes des Staates Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Die Wundes des Staates
Untertitel
Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Autoren
Verena Pawlowsky
Harald Wendelin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79598-8
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
586
Kategorien
Geschichte Nach 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Wundes des Staates