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Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
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391Vereinssubventionierung : eine „Kollektivfürsorge“ Reich im März 1938 stellte jene Behörde, die die österreichischen Vereine  – und daher auch den Zentralverband  – durch Auflösung oder Überfuhr in reichsdeutsche Orga- nisationen abwickelte, fest, dass die Basis der Sterbekasse, nämlich der Vertrag des Vereins mit der Städtischen Versicherungsanstalt der Gemeinde Wien, den größten Vermögenswert des Verbandes dargestellt hatte.103 Die Kriegsbeschädigtenvereine konnten sich  – wie am Beispiel des Zentralverban- des gezeigt wurde  – im Laufe der Zeit eine solide finanzielle Grundlage schaffen. In den ersten Nachkriegsjahren waren sie freilich noch fast zur Gänze auf staatliche Un- terstützung angewiesen. Dass ihnen diese Unterstützung gerne gewährt wurde, zeigt einmal mehr, wie wichtig diese Organisationen für die gesamte Umsetzung des Ver- sorgungssystems waren und wie selbstverständlich ihre Subventionierung von den staatlichen Stellen als Teil der Gesamtkosten der Kriegsbeschädigtenversorgung ver- standen wurde. verschiedenen Slogans eifrig bewarb : „Haben Sie daran gedacht  – dass Sterben Geld kostet ?“ ; z. B. Oester reichs Kriegsopfer, Nr. 1 v. Jänner 1932, S.  1 ; „Das Leben kostet das Sterben  – Das Sterben kostet Geld !“ ; z. B. ebd., Nr. 3 v. April 1932, S.  5. 103 AT-OeStA/AdR ZNsZ Stiko Wien, Kt. 697, 38A-1 1 (Einheitsverband der Kriegsopfer Österreichs), Schreiben an Haueisen v. 11.6.1938, S.  2.
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Die Wundes des Staates Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Die Wundes des Staates
Untertitel
Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Autoren
Verena Pawlowsky
Harald Wendelin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79598-8
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
586
Kategorien
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