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Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
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494 Statistik der Kriegsopfer Tabelle 20 : Verteilung der Todesursachen unter den verstorbenen Kriegsbeschädigten, 1920 Quelle : Adolf Deutsch, Statistisches Material über Kriegsbeschädigte, in : Der Invalide, Nr. 13/14 v. 25.7.1921, S.  2f Todesursache in % Zusammenhang der Todesursache mit der militärischen Dienstleistung (in %) ursächlich wahrschein-lich unwahr- scheinlich Lungen-Tbc 42,2 84 14 2 sonstige Tbc-Formen 2,7 75 0 25 Lungenerkrankungen (ohne Tbc) 7,5 55 27 18 Magen- und Darmleiden 1,4 50 0 50 Herzleiden 7,5 100 0 0 Nierenleiden 8,8 78 7 15 Leber- und Gallenblasenleiden 0,8 0 100 0 Stoffwechselerkrankungen 0,8 100 0 0 Gehirn- und Rückenmarksleiden 7,5 64 9 28 Schlaganfälle 2,0 34 33 33 Geisteskrankheiten 2,0 100 0 0 Infektionskrankheiten 4,8 86 0 14 Sepsis nach operativen Eingriffen 2,0 100 0 0 Neubildungen 4,0 17 17 66 Selbstmorde 2,0 0 1 99 Erkrankungen im Feld oder an Spätfolgen nach Schussverletzungen 4,0 100 0 0 gesamt 100,0 85 7 8 Ebenfalls bemerkenswert ist, dass die Zahl der Amputierten nicht so hoch war, wie dies das  – bereits zeitgenössisch vermittelte  – Stereotyp eines Kriegsbeschädigten als Prothesenträger glauben machte. Wenn man daher vom „typischen“ Kriegsbeschädig- ten sprechen wollte, dann wäre dies den Zahlen zufolge in der unmittelbaren Nach- kriegszeit viel weniger der Einarmige oder Einbeinige als der dahinsiechende Tbc- Kranke.37 Später allerdings  – als die Tuberkulose schon einen beträchtlichen Teil der Erkrankten hinweggerafft hatte  – wäre der „typische“ Kriegsbeschädigte jener gewesen, 37 Vgl. Kapitel 1.2.1.
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Die Wundes des Staates Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Die Wundes des Staates
Untertitel
Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Autoren
Verena Pawlowsky
Harald Wendelin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79598-8
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
586
Kategorien
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