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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Abel-Blumenthal, Band 1
Seite - 81 -
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81 in der Kunst mit regem Eifer." A. zählt gegenwärtig zu jenen Vertretern klassischer Musik, deren Werte selbst durch die Ein- fachheit ihres Styles und die Tiefe der in Tönen ausgeführten Gedanken als Muster zu dienen Pflegen. P i etzn i g g (Frz), „Mittheilungen »us Wien" Iahrg, 1834, III, Nd, S, 1: „Biographische Slizze und Verzeichniß dci Compositioncn bis 1824," — Allgemeine Wiener Musil-Zcitung 1841, Nr, 88 », Nr, iss, — A.'s Porträt 1841 Nth, »on Kri e h u b er, bei yu. Tob, HoSlingcr, Aßnci, Fran , (Kupferstecher, geb. zu Wien 17. Jänner 1746, gest. ebenda 14. Febr. 1814). Weniger seiner Kunst als seiner Sonderbarkeiten wegen bemerkenswerth. An der Ecke des tiefen Grabens und Salzgrieses besaß er seinen Laden und seine Kupferdruckprcsse, wo er seine Arbeiten (Bilderbogen für Kinder zum Illumiuircn), gleich nachdem sie fertig waren, selbst abdruckte. Die Arbeit, nicht londeilich ausgeführt, war einträglich und ein vollständiges Eremplar der Äßn er'fchen Bilderbogen hätte noch hente nicht geringes Interesse. Eine Sonderbar- keit A.'s bestand aber darin, gewisseNackt- heiten in fönst fehr werthvollen Kupfer- stichen zu vertilgen. Die Kostbarkeit des Blattes war nicht im Stande, seinem Vandalism»? Einhalt zu thun, sein from- merSiun betrachtete dieseVcfchneidung für ein gutes, wohlgefälliges , heiliges Werk. Eine ausführliche Erinnerung widmet Grafser in dem unten angez. Werke dem Sonderlinge Aß n er und beschreibt auch seine merkwürdigen 3 Bilderbogen: „Werth« nnd lütte;" — „Rnrl NI»»!" und „3er »erlerne Hohn," Das Bild dieses Sonder- lings befindet sich auf einem von d c L u c a's „Lcitfadcn" alsVignctte, dcnndervordcm Tische sitzende nnd schreibende Autor, neben dcm eineFrau strickt und cinHüudlein beide betrachtet, ist A. selbst und seine Gattin. Graf fei (Frz,), Nene Wiener kocalficslcn (üinz 184?) S. 28Z: „Der Kupscrstechcr Aßner." — Ebenderselbe: Kleine Wiener Me- moiren (Wien 181Z, 3 Vdc,) I. Nd, Wuizl> ach, biogr. Lexikon. d'Astotssll, Emanuel, gewöhnlich Baron genannt (Tonsetzer, geb. nach B erma nn zu Palermo 11. Dec. 1681; nach Gerber 1680; nach der Lwßrapliie universelle 1686; gest. nach Bermann in einem böhmischen Kloster 21. Aug. 1736; nach der Lio^r. univ. um das I. 1755). Emanuel war als 20jähriger Iinigliug der Zeuge der Hinrichtung seines Vaters, der auf Befehl Philipp V. von Spaniei!, iu dessen Gewalt Sicilien sich befand, diesem Lose als Parteigänger für die Unabhängigkeit der Insel verfiel. Nachdem der Jüngling wochenlang nicht von der Stätte des Ent- setzens wich, lies; ihn die berühmteOberst- hofnieistciin der Königin, Gräsin Ursini, in« Kloster Astorga bringen, lieber seinen wahren Namen, da die Mutter, auch Zeugin der Hinrichtung ihres Gatten, vor Entsetzen auf der Stelle gestorben und Emanuel das Bewußtsein verlo- ren, schwebt noch nnaufgehelltes Dunkel; von dem Kloster, wohiu er gebracht wor- den »nd wo er in der Kunst allein Trost fand, führt er den Namen. Er hatte in der Musik den Unterricht S c a rla t t i's nndCaldara's genossen und ging ans dem Kloster an dcn Hof von Parma (1704), wo er mit der Tochter des Fürsten, Eli- sabeth Farnese, ein Liebcsverhältniß anfing. Als der Herzog dies durchblickte, schickte er A. nach Wien, wo Kaiser Leo- pold I,, ein großer Freund der Musik, eine vortreffliche Cavcllc unterhielt und des genialen Tondichters großer Gönner wurde. AlsKaiscrLeopold starb(1705), ging A. noch an verschicdeue europ. Höfe, überall dcn Nuhm seines Gcnius zurüct- lasscud, 1720 erschien cr wieder in Wien, bcgab sich aber bald darauf uachPrag und zog sich endlich ganz in ein Kloster Böh- mens zurück, wo cr sein Leben beschloß. A,'s Wcrtc sind: „8t,al>at, m^wľ Nn «ier (1709), —dann 44 Cantaten uud cbeuso
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Abel-Blumenthal, Band 1
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Abel-Blumenthal
Band
1
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1856
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.18 x 19.61 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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