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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Abel-Blumenthal, Band 1
Seite - 196 -
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196 die Titelrolle in Freitag« „Valen- tine," die „Julie" in Gutzkows „Wer- ner" und in De vri e uts „Fabrikant" und lie „Maria Stuart." Einfachheit, Wahrheit und Schönheit sind die Griinbbe- bingungcu ihres dicZuseher bewältigenden Spieles, und « diesen Worten conzcntrirt sich auch die Anleitung, welche sie von ihrem Vater erhalten. Als sie in Dres- den die „Antigone" spielen sollte nnd voii der Größe des griechische» Werkes im ersten Augenblicke niedergebeugt, Nath bei ihrem Vater suchte, erhielt sie von ihm auf ihre Anfrage, wie die Nolle zu spie- len, die Autwort: „So einfach als mög- lich." Am nächsten der Künstlerin stehen die echt weiblichen Figuren G o e t h e's, wic Leonore, Ivhigeníe, welche beide Nolle», vereint mit Gri l lparzers „Hero," das Dreiblatt dramatischer Darstellung in ihrer höchsten Vollendung bilden. Die hohe Begabung dieser Künstlerin kann nur in Deutschland ganz ersaßt werden, denn Frau Bayer-Bürct ist die Re- präsentantin des eigentlichen deutschen Francncharaktcrs, dem zunächst sie die süd- ländischen am wahrsten durchführt ; hinge- gen minder glücklich і st sie in den französi schen, IhrcMimik verräth tiefe« Studium und ihr stummes Spiel ist der lebendigste Ausdruck incarnirten Schönheitsinns. — Treffend bezeichnen aber die „Blätter für Musik, Theater und Kunst" die trank- hafte Bewegung der Gesichtsninskeln und das allzuhänfige Augenspiel für „Som- merfleckeu" an diesem sonst vollendeten Gebilde der Kunst, Ju Tchlo d < m a n n s „Album" schrieb die Künstlerin den ihr Spiel charaktcrisircndc» Spruch: M nnzer ridtichltes lìemnh'n Htüikt nnr im nnbemllslten Momente 5 Wie möchte die M,mr nüitsn, Wenn zie dir Konne HentichKei! ernennte, Dresden, Würz ls52, Ihre Schrift ist fest, jeder Z>ig — Haar- unb Schattenstrich — athmet, im Gegen- satz zu obigerDevise, Bewußtsein, Energie und Charakter. Illustiirlc Zeitung (Leipzig, Weber, Fol,) 1824, mit Holzschn,— Fricdenszeitung 1850, Nr, 118 - „Kritik der Kritik, Äüadame Bayer ° Nürck und der Kunstmoid" von de Cusa. (Wird hier als kritische« Kuriofm» »„geführt,! — Jahreszeiten (Hamburg, gr, 8°.) Iahrg, 18511 „Zwei deutsche Künstlerinnen," Aus d, Tage- buche cinc« Touiistcn. — Blätter für Musil, Theater u, Kunst, Herausg, von ?, Ä, Z e l l n e r (Nien 18Z6,4°,) I I , Iln'g, Nr, 34 : „Etuden flir Schauspieler, Fr, Nayei-Lürck u, Hr^euassoi." — Porträte: L. Nauman ilel, Ä, h, Payne «ot, ll-'eipzig, engl, KunstanstalU, Nuterschrift: Marie Bayer, lön. sächf. Hofjchauspiclerin. — Ein andere« : Unterschrift: Marie Vayei- Niiick (Facsimile) Kr iehuber 1852. Ge- druckt bei I. Nauh «Wien, Paterno, Fol.), — Ebenso: Unterschrift: Facsimile de« Na- men«, lithogr, und gedruckt bei Fr, Hanf stängl in Dresden, (Fol.) Bayer, Thabdäus Edler vou (Arzt, Präses der medicin. Facultat, geb. zu H e r r e n b a u m g a r t e n in Nied.-Oestr. 7. Oct. 1737, gest. zu Wien 1808). Studine in Nikolsburg und zuletzt in Wien, ward 17ü0 Felduiedicus, 1707 Lehrer der Pathologie in Prag und Miti- tärphysicus. 1771 leistete er während der Epidemie treffliche Dienste. 1772 ernannte die große Kaiserin ihn zum Vicedirector der medicin. Facultat und wirk!, Sani- tätsrath. Im nächsten Kriege berief ihn Kaiser Joseph als Feldprotomedicus zur Armee (1778—1780); dann ward er LandesprotomcdicnsinBöhmenundOber« director dcr Armenvcrsorgungsanstalten, die er organisiite. Leopold II, adelte ihn (1791) fur seine Verdienste, namentlich für die mit Gefahr seines Lebens wäh- rend der in Aöhmen grafsirenden Scuche unentgeltlich übernommene Einrichtung' und Oberleitung dreier Krankenhäuser. Franz II, berief ihn 1785 als Beisitzer der" neuen Militärsamtäts - Commission. Erwarcs auch, der in Böhmen fo viel fiir die Verbreitung dci Knhpockenimpfnng that. Die böhm. Universität ernanMc ihn
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Abel-Blumenthal, Band 1
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Abel-Blumenthal
Band
1
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1856
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.18 x 19.61 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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