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siarb B. zu Anfang unseres Jahrhundert!
Sollte dieser Bruftoloni vielleicht eir
Sohn des Obigen sein? Auch dieser — na«
Nagler — arbeitete wenig in Marmors
Blustoloni, Dominik (Priester un!
Schriftsteller, geb. zu Venedig im
I . 1749, gest. ^ ) . Zuerst Priester an
der Pfarrkirche zu S. Canciano; währen
der Republik Professor des Civilrechts
an der adeligenAkademie de Giudecca, starb
er endlich als ErzPriester zu Motta in der
Provinz Treviso. Er hinterließ folgend
Schriften: „^a^e^as^s" (zerstreut); —
oli , 1779)
, 1798, 3 Zä6.
6".); — ^
I. e II. 1798); —
ck
1806); — ^^ 1798); —
nel
cato
äi Venexik eä 1 suoi ultimi cinc^naut' anni.
8tuäii «torioi (Veueäis 1855, Aarawviok)
8. 22^.
Brzestna von Birkenhain, (Major,
geb. im ersten Decennium dieses Jahr-
hunderts, gest. im Sept. 1849). War der
vorzüglichste Zögling der Neuftädter Aka-
demie und trat 1825 als Lieutenant des
Infant.-Rgmts. 3?r. 56 aus derselben.
Ungewöhnliche Talente, rastloser Fleiß,
ein edler und liebenswürdiger Charakter
schienen ihn zu einer glänzenden Zukunft
zu befähigen. Es blieb beim Scheine.
Von dem I . 1825 bis zum 1.1848 war
es ihm gelungen zum Major zu avaneiren.
In den Octobertagen des letztern Jahres
focht er als Commandant des dritten Ba- taillons vor Wien. „ Tapfer bis zur Todes-
verachtung — ein wahrer Held,. auf den
sein Bataillon mit Stolz und Verehrung
hinblickte, an seinem Beispiel sich.
erhob
— verband er rasche und geistvolle Auf-
fassung der Gefechtsverhältnisse mit der-
Umsicht und Sorgfalt eines gleichsam dazu
gebornen Anführers". Diese Worte sen-
det ihm sein Nekrolog in's Grab nach.
Im ungarischen Feldzuge bewahrte er
die vorbeschriebenen Eigenschaften neuer-
dings. Seine Rapporte, Relationen und
administrativen Berichte, immer auf reife
Ueberlegnng, allseitige durchdringende
Beurtheilung gegründet, sind sprechende
Zeugen, wie ausgezeichnet seine Leistungen
auch in dieser so wichtigen Beziehung wa<
ren. Auf seine Truppe übte sein heiterer
Gleichmuth in der bedrängtesten Periode
einen unberechenbar wohlthätigen Einfluß
aus. Bei der Nachricht von seinem Tode
erbat sich eine große Anzahl von Officieren
und Individuen vom Feldwebel abwärts
die Erlaubniß, eine Entfernung von zehn
Meilen durcheilen zu dürfen, um dem
wackern Soldaten und Helden die letzten
Ehren zu erweisen. Sein Nekrolog in der
unten angeführten Zeitung schließt mit
en Worten: „Wer nur immer zu beob-
achten die Gelegenheit hatte, wie bei B.
die umfassendste wissenschaftliche Bildung,
>as gründlichste militärische Wissen von
»ractischem Sinn befruchtet, Kenntniß der
polnischen, lateinischen, französischen, ita-
lienischen und englischen Sprache — mit
msgezeichneter Tapferkeit, hohem Pflicht-
gefühl und dem edelsten Gemüth, voll
wahrer aus dem innersten Herzen quel-
lender Humanität, in schönster Harmonie
vereinigt, durch einnehmende äußere Er-
cheinung so zu sagen im voraus verbunden
war — man mußte freudig zugestehen,
)aß solche Individualität zu einer aus-
zezeichneten Stellung im Staate berufen
sei. Anders hat das Schicksal es gefügt.
B. ist als Major gestorben. Der erhabene
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon