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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 208 -
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Seite - 208 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

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208 1805 die gräfliche Würde bestätigt ward. Ein Bruder dieses Letzteren starb 1833 als Bischof von Chur und St. Gallen. Graf Kar l Ru- dolph, der Vater des Ministers, 1763 gebo- ren, legte bereits eine glänzende Laufbahn zurück. Im Alter von 27 Jahren kaiserlicher Gesandter im Haag, 1792 zu Basel, 1794 Directorialmimster in NeZensburg, dann Ge- sandter in Dresden, war er der erfte Präsi- dent des deutschen Bundestages. Die Ent- wickelung der Dinge entsprach seinem Sinne nicht und er überließ 1822 diesen Platz dem Grafen Münch-Bel l inghausen, wäh- rend er als wirkl. geh. Nath, Staatsminister, Präsident der Hofcommission, Minister des tais. Hauses und des Aeußern in Wien thä- tig würde, bis er am 12. Febr. 1834 starb. — Wappen: Schild sechsfeldrig, zweimal der Länge nach und einmal quer getheilt, mit Mittelschild. Der mit einem rothen Herme- linhute bedeckte Mittelschild ist der Länge nach getheilt; in der rechten Hälfte, welche von Blau und Silber der Länge nach gespal- ten ist, eine auf grünem Boden vorwärts- stehende Jungfrau, deren Kleidung von Sil- ber und Blau gewechselt ist, mit offenem blonden Haar, einen Kranz auf dem Kopfe, mit bloßen Armen und Füßen, in der Nech- ten ein Bündel Iasminblumen (nach Andern ein Kleeblatt) haltend, die Linke in die Hüfte setzend, in der linken rothen Hälfte drei quer über einander rechts gewendete Fische. Feld 1 des Hauptschildes: in Silber ein rother, oben und unten von drei blauen Kugeln begleiteter Querbalken; Feld 2: im blanen Felde ein mit silbernen Eisenhütchen belegter goldener Querbalken; Feld 3: in Blau zwei silberne neben einander gestellte, auswärtsgewcndete Steinbockhörner; Feld 4: in Silber ein schwarzes, rechts gewendetes, gestürztes Büf- selhorn; Feld 5: in Silber drei schmale, schwarze, gekerbte, schrägUnke (nach Andern schrägrechte) Balken; Feld 6: von Schwarz und Gold viermal quergetheilt. Schi lbhal- ter: rechts ein aufwärtsstehender goldener Löwe, links ein vorwärtssehender geharnischter Mann; in der Linken ein gesenktes Schwert, auf dem Kopf einen Helm mit drei Federn, roth, silbern, roth. Buquoy von Lonquevlll, Freiherr d e Vaur, Georg Franz August (Natur- forscher, geb. zu Brüssel 7. Sept. 1781, gest. zu Prag 19. April 1851). Er kam frühzeitig nach Oesterreich. Schon w früher Jugend zeigte er eine seltene Wißbegierde, die ihn lange nicht dazu kommen ließ, sich für einen bestimmten Gegenstand zu entscheiden. Vorherrschend trieb cr damals geschichtliche Studien, wie denn das große geschichtliche Drama, das sich zn seiner Zeit ihm vor den Augen abspielte, auch nicht ohue Einfluß auf ihn geblieben sein mochte. Er studirte auf der Prager Hochschule, und endlich verlegte er sich mit solchem Eifer anf das Studium der Mathematik, daß seine Gesundheit durch angestrengtes Arbeiten bedroht wurde. Im Alter vou 22 Iahreu mußte er die Güter seiues Oheims als Fidei- conuni ß übernehmen, anch unternahm er Reisen in die Schweiz, Frankreich und Italien, wodurch seine mathematischen Studien unterbrocheu uud er in seine frühere Uueutschiedeuheit zurück versetzt wurde. Vou seiuen Reisen heimgekom- men, zog er sich ganz in ein häusliches Leben zurück, beschäftigte sich mit Chemie, Technologie, Physik und Staatswirth- schaft, und führte die Aufsicht über die Verwaltung seiner großen Güter und Fabriken, au deren Vervollkommnung er unablässig arbeitete. I n diese Zeit fallen seine Verbesserungen im Maschinenwesen, seine Erfindnng des Hyaliths, welche für die Bereitung des Glases von so wesent- lichem Nutzen ist. Die Vorzüge, die er zuvor nur in der englischen und franzö- sischen Praris nnd Wissenschaft zn finden glaubte, räumte er nach seinem Besuch von Paris im I . 1815, wo ihn die Pe- danterie und Eitelkeit der Mitglieder des französischen Institutes eines Bessern belehrten, gerne der deutschen Gründlich- keit und allumfassenden Gelehrsamkeit ein, weil ihr dieselben auch in der That gebührten. Seine Studien nnablä'ssig fortsetzend, waren es insbesondere die Naturwissenschaften, Zootomie, Anatomie, Phytotomie,die ihn beschäftigten, aber das Studium der Mathematik bebielt immer die Oberhand und war ihm so werth
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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