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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 211 -
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211 berief und ihm die Ausführung der in den übrigen Provinzen, vorerst in Wien nnd in Niederösterreich zu errichtenden Armeninstitute übertrug, welche Absicht der Monarch in einem eigenen Nescripte kundgab. 1784 erhielt Graf B. die Oberleitung aller Stiftungssachen, Insti- tute und frommen Vermächtnisse in der Eigenschaft eines Präsidenten derselben. Bis zum 7. Dec. 1787 bekleidete er diesen Posten, dessen er erst auf sein wiederholtes Ansuchen 1787 enthoben wurde. Oefter. National-Encyklopädie (von Graf f er und Czitann), (Wien 1335, 6 Bde.) I. Bd. S. 413. Burcell, Johann Baptist Freiherr (k. k. Generalmajor, Ritter des Mar. Theresienordens, geb. in I r land 1721, gest. zuEsseg 27. Oct. 1779). In seinem achtzehnten Lebensjahre trat er in kaiserl. Militärdienste. Durch Tapferkeit brachte er es bald zum Rittmeister. Als solcher zeichnete er sich im siebenjährigen Kriege bei Prag, Görlitz, Schweidnitz, Breslau, Leuthen und Neusse (1758) aus, so daß er zum Major avan- cirte. Zin Jahr darauf focht er tapfer bei Maxen und leistete dem Wolf ers- dor f'schen Corps beim Rückzüge von Gol- densee nach Trautenan die wichtig- sten Dienste. Es ward ihm 1760 der Mar. Theresienorden nud der Oberst' lieutenantsrang zu Theil. 1775 ward er Oberst und Commandant im bairischen Erbfolgekriege, unter London General- major. Nach Esseg als Brigadier ab- gesandt, starb er daselbst. Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtcn'feld und Dr. Meyne rt (Wien 1351), I. Bd. S. 508. Bürde, auch Bourdet, Johann Karl (Stempelschneider, geb. zn Lie- ben au im Iungbnnzl. Kreise Böhmens im 1.1744, gest. um das 1.1818). Früh- zeitig entwickelte sich des Knaben Talent. 21 Jahre alt, ging er nach Prag und von dort bald nach Wien. Hier bildete er sich auf der Akademie aus, machte 1770 eine Reise nach Paris, wo er bei dem berühmten Graveur Legois vier Jahre arbeitete und mehrere historische Gegenstände in Stein für den reichen französischen Adel aus- führte. Viele seiner Arbeiten gingen auch nach den Niederlanden, nach Spanien und England. 1774 kehrte er in seine Heimat zurück nnd ließ sich in Prag häuslich nie- der, wo er noch im I . 1815 arbeitete. Die Medaillen für die königl. böhm. Ge- sellschaft der Wissenschaft und für viele Privatpersonen sind von ihm gearbeitet. — Er hatte zwei Söhne: Johann Ig- naz (geb. zu Prag 1776). Seine Ar- beiten in Stahl und Stein, in Cameo wie in Intaglio, sind gleich denen seines Va- ters ausgezeichnet und im Auslande sehr geschätzt. — Joseph Karl (s. den Fol- genden). Nagler (G. K. Dr.), Neues allg. Künstler- Lexikon (München 1835 u. f., 8«.) II. Bd. S. 238. Bnrde,IosephKarl(Ku Pf erstech er und Maler, geb. zu Prag 14. Mai 1779, gest. ebenda 26. Febr. 1848). Sohn des Siegelstechers Johann Karl (s. den Vorigen). Erhielt seine Kunstbildung in der Schule seines Vaters und machte darin glänzende Fortschritte. Er widmete sich der Knpferstecherkunst, und die Gewogen- heit des Kunstmä'cens Franz Grafen von Sternberg verschaffte ihm starke Be- schäftigung. 1801 wnrde er in die Akade- mie im Clementinnm aufgenommen und 1804 als Custos der Bildergallerie des Grafen von Czernin angestellt. Zuletzt war er Custos der Gemäldegallerie der Gesellschaft Patriotischer Kunstfreunde in Prag. Seine Gemälde, zum größten Theile Copien nach berühmten Meistern, sind ziemlich zahlreich. Auch die Zahlseiner Ku- pferstiche ist nicht unbedeutend, und manche seiner Blätter werden von Kennern ge- schätzt. V. war auch Sammler und sam-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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