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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 235 -
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235 nahm Dienste im OsMalo zu Mailand, wo er endlich die Stelle ei- nes OkirnrZo iQ9.FZiore erreichte. 1.830 wurde er Polizeiarzt, nnd als solcher mit der Sorge über die öffentliche Gesund- heitspflege betraut. Als Schriftsteller sei- nes Faches trat er in der damals neu begründeten ^Vidliotecg. italikua" und mit mehreren Uebersetzuugen chirurgischer Schriften auf, welche seine Ernennung zum Mitglied der in Mailand bestehenden Lsio - insäio - znr Folge hatten. Milano. 1855/56 3i>. 8°.) 8. 84. Caldani, Leopold Marc Antonio (Anatom, geb. znBologna 21. Nov. 1725, gest. zu Padua 30. Dec. 1813). Sollte deu Stand seines Vaters wählen, und die Nechte studieren. Doch seine Nei- gung trieb ihn zur Medicin, u. vorzugs- weise znr Anatomie. Von 1755 trug er diesen Gegenstand an der Universität sei- ner Vaterstadt vor, hörte dann 1753—60 Morgagni's Vorträge in Padua, und kehrte in letzterem Jahre nach Bologna zurück. Der Aufenthalt in dieser Stadt wurde ihm durch Cabalen verleidet; C. begab sich nach Venedig, und folgte von da einem Nnfe als Professor der theore- tischen Medicin nach Padua; doch nahm er diese Stelle nur unter der Bedingung an, daß ihm uach Morgagnv'H Tode dessen Stelle übertragen würde, was 1771 geschah. C.'s wissenschaftlichen Ruf als Arzt begründeten seine Schriften über die Irritabilität, u. z.: » clegli animali" (LoloFUg. 1757, 4°.); — " (VoloFNä 1759, 8°.). Seine Werke: ^In^itMonsHFxMQ' iogioae« (?2äu2. 1772, ^käpei 1787, 1773, 1787, 8«.); — „ Zcis. 1787, 4°.) ; und „ ces" (?känä. 1808, 8<>.), bildeten lange Zeit die Grundlage zu den Vorträgen auf verschiedenen Universitäten Europa's. Seine übrigen Schriften sind: „ " (?aäug.1767, 8°.); — „Dia- 1778 unä 1793, 8°.); 4".). Sein Hauptwerk ist aber das zu- gleich mit seinem Neffen Florian (s. den folg.) herausgegebene: „Iconss eas" ^ ^cis. (VeuoäiF 1801—14, . 1814, Il'oi.), wozu gleichzeitig die Ms. (N6N62 1802—14) erschien. — Florian (Anatom, gest. zu Padua 11. April 1836). Neffe des Vorigen. Beschäftigte sich gleich seinem Onkel vor- zugsweise mit der Anatomie, wurde 1800 Professor derselben und der Physiologie zu Padua, folgte 1812 einem Rufe nach Bologna, kehrte aber später wieder nach Padna zurück, wo er bis an sein Lebens- ende blieb. Er hat sich als geistreicher Humanist bekannt gernacht. Für seine Wissenschaft wirkte er auch als Schrift- steller, und es erschienen von ihm: „Ki- i 50^« alcuni M?'ti ä^n. nnovo ti« (?g.ri8 1792); 1794); — „T 1803); — „ 9la6eiuk5 iimo" (Nbsnäa. 1808); 1824, neu« ^uü. LoloFQg. 1828), und kurz vor seinem Tode: „^natonna ^ma^a co7? l^eta" (VeueäiF 1836, mit 3. X.). Mit Brera und Ruggieri zugleich gab er die „Nu.ovi o0inin6Qtg.r1 äi Ne- äio. e äi Oliirui-^ig." heraus.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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