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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 244 -
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244 beiMigliara, in dessen Fußtapfeu er trat und Bilder malte, welche die Auf- merksamkeit der Kunstfreunde erregten. Es sind Landfchaften, Ausickncn von Kir- chen, Klöstern, Corridoren, Vestibnlen, worin er durch glückliche Vertheilung des Lichtes, treffliche Behandlnug des Hell- dunkels und richtige Perspektive sich aus- zeichuet. In der Gemäldegallerie des Bel- vedere befinden sich von ihm: „Ansicht dcr Aeberreste der Säulenhallen der Octavill, jcht der atte Szchmllrkt n^ Mm" (Lwd. 2' 4" hoch, 3' 1" breit, bezeichnet: Calvi 1834); — „Nll5 Innere dez Nllmes zn TNonza" (Lwd. 2^ 4 " hoch, 1' 11" breit, bezeichnet Pompco Calvi l. 1838). Nag ler (G. K. vr.), Neues allg. Künstler- Lexikon (München 1835 u. f., 8°.) II. Bd. S. 301. — Kraft (Albrecht), Die moderne Schule der k. k. Gemälde - Gallerte (Wien 1354, Pichlers Witwe u. S., 8".) S, 8. , Antonio (Violinvir- tuose, geb. zn Venedig 1775, gest. ebenda 8. Febr. 1855). Schon im Knaben sprach sich das Talent für Musik und na- mentlich für die Violine aus; er nahm Unterricht unter dem berühmten Maestro Capuzzi und machte solche Fortschritte, daß man ihn scherzweise Capuzzetozu nennen pflegte. Noch nicht zehn Jahre alt, spielte er schon meisterhaft ein Pleye l'sches Concert. Scin Nnf wuchs und man übertrug ihm in verschie- denen Städten Italiens die Directiou der bei den Bühnen befindlichen Orchester. Um sich in seinem Instrumente noch mehr auszubilden und die Führung des Bogens von andern Künstlern kennen zu lernen, ging C. auf Reisen, trat in Wien und Paris auf und veröffentlichte in letzterer Stadt mehrere Violinconcerte. Dann kehrte er wieder nach Venedig zurück, übernahm nach einiger Zeit die Orchestcrdirectiou im leatro ?6me6) welche Stellung er 20 Jahre hindnrch bekleidete. Anch ertheilte er Unterricht in seinem Instrumente und bildete maucheu tüchtigen Schüler aus. In der letzten Zeit war er erster Violin- spieler an der berühmten Capelle bei S. Marcns, welchen Posten er bis au seiucu Tod inue hatte. C.'merra war ein gro- ßer Künstler auf seinem Instrumente, selbst Paganini rä'nmte dies ein. Das Athe- nänm von Venedig hat ihn zum Mitglicde ernannt. Er starb, 80 I . alt, uud, auf die kleineu Bezüge seines Dienstes beschränkt, in Armuth aber allseits geachtet. 2IäQ2ioni nnarilieko 2. clekonti äi VünLkia.. 1'riino 8emestre 1855 (Vcnsäi^, ?6rjni, 8°.) 3. 10. Cammerer, Sebastian (Venedic- tiner-Pfarrer, geb. 1754 in Ober- Oesterreich , gest. bei W ien am 1. April 1810). Von armen Eltern geboren, studirte er zu Linz und faßte Neiguug zum geistlichen Staude. In dieser. Absicht giug er 1777 uach Wien und ließ sich daselbst in das Schottcnklo- ster anfnehmen. Bald zog er durch seine wissenschaftliche Bildung, durch seinen Sinn für die lateiuische und deutsche 5!ite- ratur die Aufmerksamkeit des Couvents auf sich. Das Geschichtstndinm nament- lich hatte er mit solcher Liebe gepflegt, daß er Zeitepocheu und Begebenheiten, Per- sonen und Daten mit Genauigkeit reciti- reu konnte. Auch in der Mathematik war er zu Hause. So entstand zwischen ihm und den gleichgesiunten Mäuuern des Couvents ein inniger geistiger Bund, den sein biederer Charakter unauflöslich machte. Allein eben durch sein wissen- schaftliches Streben verfiel auch er dem Wahne seiner damaligen Standesgeuos- sen, die alles andere Wissen dem Studium der Theologie eutgegen nnd schädlich hielten. Er ward nicht befördert und nur, als man Noth an Mann hatte, übergab mau ihm die Kanzel der Mathematik im Stifte. Später finden wir ihn als Vicar zn Gnmpendorf. Schon damals hatte sich in Folge seiner Studien eine bedeutende
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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