Seite - 259 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
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ĂĽber dieses Werk benutzte Misserini in sei-
nem Leben C.'s. Vergl. darĂĽber: Otti-M,n 56.),
8pi0F25i0no äiaml^tioa äei lnonuinento
OiLUua äi O^nov^ (XViyn 1800); — ve-
scri^ians äei monuinento äa porvi ueUg,
ekiLLa FQtioi!. 6i s. ^F05tino oo. ec. (Koni
1301). Einige Nebendinge darin sind anders
angegeben, als sie später ausgeführt wnrden;
— 1.6 NauZoläs ä6 8. H.. N. Alaris Oliri-
8tin6 ä'^utricdo oxäcutä yär ^.nt. Qi^ nov».
soe. (I^oin 1805, 8a1iroui, 129 8. Fr. 8°.);
„Muerva«, Taschenbuch für 1317, S. 413,
vo:: Böttigcr); — Der Freimüthige
(Berlin, 4".) 180S, Nr. 215 nnd 217: „Ca-
nova's Denkmal auf die Erzherzogin Chri-
stine in der Angnstinerkirche in Wien." —
Journal des Luxus, der Moden, 1805, S.
761: „Canova's Monument der Erzherzogin
Christine." — Bilder-Magazin für die elegante
Welt (Leipzig, 4".) 1841, Nr. 45 ^enthalt
eine Abbildung in: Holzschnitt). — Im Ku-
pferstich erschieu es nach der Zeichnung von
Domenico del Frate, von PietroBon ato
gestochen (Rom 1805, 24 fl.), Canova er-
hielt fĂĽr dieses Werk, woran er vier Jahre
gearbeitet, 17,000 Stück Ducaten); —
„Denkmal für Alfieri" (Modell in
Basrelief, auf den Wunsch der Gräsin Al-
bany gemacht. Kam ein anderes an dessen
Stelle. Siehe unter den Arb. des I. 1807);
— „Laetitia, Napoleons Mutter"
(Statue in sitzender Stellung, kam in den
Besitz des Herzogs v. Devonshire. C. wählte
dazu das Urbild der Agrivpina im Capitol,
was ihm MiĂźverstand zum Vorwurf machte.
Mengs lieĂź seinen Heiland auch wie Raph.
Sanzio ausschweben, und doch findet dies
Niemand befremdend. Die Statue ist von
Marchettiin Kupfer gestochen); — «V cnu 5
viotrix« (liegende Statue. Porträt der
Prinzessin Pauline Vorghese. Im Palaste
Borgbese zu Rom. Die FĂĽrstin ruht auf einem
Sopha, in einer Hand den Apfel der Eris
haltend. Sie ist nackt, nur die FĂĽĂźe vom
SchooĂź au sind verhĂĽllt. Das Publicum
machte Glossen und man versteckte die Statue
bald in die unzugänglichen Zimmer des B o r-
ghese'schen Palastes. Sie ist von Nertini
in Kupfer gestochen. Vergl. „Urania«, Ta-
schenbuch f. 1824, zum 4. Kupf.); — „Venus
aus dem Bade kommend" (in Charakter
und Haltung der mediräischcn ähnlich. Im
Palaste P itt i zu Florenz. Eine Wiederholung
davon besaß der König vou Baiern; c'me
andere der Prinz vou Canino, die später um
1200 Pf. St. in den Besitz des Lords Lands-
down in London kam. Anfangs wollte C. nur
eine Copie der* medicäischen arbeiten, änderte aber später seine Absicht. Sie ist etwas größer
als die medicäische und daher, wie die Italiener
sagen, um so viel mehr Göttin als sie weni-
ger Frau ist. Durch das VerhĂĽllen ihrer
Reize scheint sie erst darauf aufmerksam zu
machen. Siehe auch die Arb. des 1.1818); —
^„Theseus, Besieger des Centaurus
Pheneu s" (kolossale Marmorgrilppe. The-
seus kniet, um den Centaur zu erwĂĽrgen, der
die gewaltigsten Anstrengungen macht, um
sich wieder zu crkeben. Die Schönheit der
jugendlichen Formen des Helden bilden den
Gegensatz zu der thierischen Wuth des Cen-
tauren. Die anfänglich dem Ruhme Napo-
leons vou der Stadt Mailand geweihte
und fĂĽr Mailand bestimmte Gruppe gefiel,
als im Jahre 1819 der Kaiser von Oesterreich
in Nom war, dem Monarchen so sehr, daĂź
er sie fĂĽr Wien erwarb, wo sie noch im Bolks-
garten in einem eigens dazu aufgefĂĽhrten,
dem sogenannten Theseus-Tempel steht. Vergl.
Archiv fĂĽr Geschichte-, Statistik, Literatur
und Kunst. 1823, Nr. 51 und 62: „Der
Volksgarteu und Canova's Theseus"); —
„Sta tue einer Tänzer in" (mit einge-
stemmten Armen. In der Zeit gearbeitet, als
Frankreichs Uebermacht Rom drĂĽckte und
die Ereignisse der Zeit den KĂĽnstler verstimm-
ten. Um sich zu zerstreuen, begann C. diese
und noch zwei andere Statuen lsiehe 1.1809)
und schrieb an die Base des Modells: »H.
conkorto äe' teinpi iufsiloi.« Diese Statue
kam zuerst nach Malmaison, von dort nach
St.Petersburg); — 4806. „Grab denkmal
fĂĽr die Tochter des Marqu is deSt .
Croix" (mit lebensgroĂźen Gestalten in
me220 rilievo War bei C.'s Tode noch in
seinem Atelier); — *„Dcnkmal für die
Baron in Dccdc" (eine Vase mit kleinem
Basrelief; bei den Eremiten in Padua); —
^„Statue der Fürst in Leopoldine
Esterhazy - Liechteustcin" (sitzend als
Freundin der Malerei in ihrer Lieblingsbe-
schäftigung dargestellt. Eines der reizendsten
Porträte, das je der Meißel hervorgebracht.
ImLiechtenstei n'schen Palast zu Wien); —
1807. „Denkmal für Alfieri" (das zweite;
Italia, in kolossaler Größe, die Mauerkrone
auf dem Haupte, das FĂĽllhorn zu den FĂĽĂźen,
trauert am Sarkophage des Dichters. Der
maskenverzierte Sarkophag trägt im Medaillon
Alfieri's Bildniß. Die Italia zählt zu C.'s
herrlichsten Arbeiten. Das Monument steht in
der Kirche Lanta Lrocs zu Florenz); —
„Pius VII." (Büste Sr. Heiligkeit vom
Künstler verehrt); — „Cardinal Fesch";
— „Prinzessin Pauline Borghese"
(zwei Büsten); — „Paris" (Statue für die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon