Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 263 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 263 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

Bild der Seite - 263 -

Bild der Seite - 263 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

Text der Seite - 263 -

263 Z3 Statuen, 12 Gruppen (eine 13. nur mo- dellirt), 14 Grabdenkmäler, 8 große Mau- soleen, 7 Kolosse, 2 kolossale Gruppen, Büsten ldarunter 6 kolossale), 26 Modelle zu Basreliefs, eines davon in Marmor aus- geführt, zusammen 176 Sculpturen. — Ein in der Kirche zu Penzing befindliches Grab- monument, welches Präsident v. No t tman n seiner Gattin setzen ließ, wurde und wird noch öfter für cm Denkmal von C.'s Mei- ßel angesehen. Es ist aber von dem Floren- tiner F i n e l l i , dem anf C.'s Rath, indem dieser die Arbeit wegen der vielen Bestellun- gen ablehnen mußte, dieselbe zur Ausführung übertragen wurde. Als F ine l l i Canova die Statue zeigte, fand C. au der linken Hand etwas zu tadeln und half sogleich selbst dem Ucbelftande ab. Der Künstler F i ne l l i erhielt 800 Et. Ducaten dafür. sVergl.Convers.-Blatt vonGräffer 1819 S. 536,1820 S.739 U.759: „Aufklärung über das vorgeblich von Canova verfertigte Denkmal zu Pcnzing bei Wien.") — Das Ur the i l , welches die Kunstkr i t ik über C. fällte, läßt sich in Folgendes zusam- menfassen : Im Gebiete des Reizenden, An- muthigen, Lieblichen, ist C. unübertroffener Meister. I n dem Ausspruche, daß C. zu viel mit dem Marmor habe malen wollen, liegt auch der Hanptvorwurf, der C.'s Werken ge- macht werden kann. Das Verdienst jedoch, der Bildner der Grazie, der Wiederhersteller des verdorbenen Geschmackes in der Sculptur zu sein, bleibt ihm unbenommen. Wenn C. den Weg einschlug, daß er gleich Mengs fast ausschließlich die Schönheit der For- men suchte, so lag das wohl an dem Um- stände, daß zu seiner Zeit derGcschmack am Schönen der vcrbreitctstc und herrschende ge- wesen. C. war ein wahrhaft genialer Künstler, und sind Lebendigkeit der Composition und Heiterkeit der Ausführung zwei Elemente seiner Werke, die vereinigt sich nur selten treffen. Zur richtigen Würdigung Can ova's als Künstler vergleiche: Das Kunstblatt von Schorn. Jahrg. 1822 u. 1823, worin mehrere Schilderungen seiner Werke mit geistreicher Kritik sich befinden. - W. A. Schlegels Aufsatz in der Jenaer allg. Literatur-Zeitung vom Jahre 1805. — H. Meyer in Goethe's Winkclmaun und sein Jahrhundert, — Böt- t igers Artistisches Notizcublatt, 28. Febr. 1823, Nr. 4 lzum Theil aus dem Fcbruarheft 1823 des «^ew moui.Ii1>' nikßkxino" 3. 61, bemerkenswerth'l; — Journal des Luxus und der Moden (Weimar 1323) Nr. 5 und 6, ohne Angabe der Quelle, aus dem «New inontki? uiQ3a.2iQe« 1823,8. 28 u. f. — Sollte man je ein Epigraph auf ein Denkmal C.'s schreiben, so wären, mit Aenderung eines einzi- gen Wortes, die Distichen aus Friedrich Ja- cobs „ismpL" i i . Lä. 3.235 das pas- sendste: Auf der Erde Gesilb verwelket im Tode dein Ruhm nicht, Und es fchmücket noch jetzt jegliche Zierde dein Herz; Dir, o Canova, folgt zu der Seligen glückli- chem Eiland, Was die Natur dir verliehn, was du, o Edler, erstrebt. II. Canovll's Oelgcnläldc. I/Die Ausführung eines großen Theiles seiner Gemälde fällt in das Jahr 1797, indem er dem Venetia- ner de Bonis beweisen wollte, daß ihm die Ausübung einer sonst fremden Kunst keine Hexerei sei. Die im I . 1737 gemalten sind mit einem ^ bezeichnet.) „Adonis" (halbe Figur); — «„Venus"; — «„Venus mit einem Satyr"; — „Cephalus und Prokris" (lebensgroße Gestalten); — "'„Venus und Adonis" (nackt, ganze Ge- stalten); — „Venus und Amor in Ban- den"; — „Männliches Bi ld im Pelz"; — ^„Ezzelino da Romano" (halbe Figur in Waffen. Von C. dem Cardinal Consalvi geschenkt); — ^„Giorgione" (halbe Figur in Lebensgröße, jetzt bei Ghe- rardo de Rossi, wurde für ein Selbstporträt C.'s gehalten); — ^„Canova malend" (Porträt, jetzt in der Gallerie zu Florenz in der Reihe der Malerbilder); — „Canova, wie er in Marmor arbeitet" (halbe Gestalt); — „Zwei Kinderköpfe" (eines tam an Hamilton); — „Carita mit drei Kindern" (natürliche Größe); — „DieGrazie n" (lebensgroße, halbe Gest.); — „Die Neb crrasch ung" (ein nacktes Mädchen, das sich zudeckt, beinahe ganze Ge- stalt, Lebensgröße); — „Maria Magda- lcna" (kniend, Geschenk an den Grafen Bassano); — „Ä rcuzabnahm e" (Hoch- altarbild in Possagno; von Gott Vater geht die Verklärung aus, ein Gedanke, der schon bei Corcggio zu finden; die am Kreuze stehende Madonna ist schwarz gekleidet; darin folgte C. den ältesten Traditionen. Miniatu- ren einer venetianischen Handschrift aus dem 6. Jahrhundert weifen ein Gleiches, auch in 3taphaels „ 89251010 üi Licilia." spielt das blaue Kleid der Madonna in das Schwarze); — „Scherzbild" (im Vesitze des H. Ca- coult); — „Kind mit dem Vogel auf der Schulter" (nur Skizze). III. C/s eigene Schriften; Briefwechsel, Aus- spniche über Kunst u. dergl., seine Ansicht vom Nackten. C.'s Bnefe au Fa l ie r i be-
zurĂĽck zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich