Seite - 264 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
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finden sich im Besitze des Abate Cicogna.
— ^.louns lettero iusäits äi rloniwi iiinLtri
21 0HQ0V2. (Vsn^äi318S4, Lri26Fdey. Maria
Stecchini Fedel i gab diese 5 Briefe
heraus; 3 sind von Cicognara, und je
1 von Cattaneo und Giov. degli Ates-
sandri. — Vpistolkrio äi kietro (^i0rä».ui
eäito V^r H-utonio (^ugsaUi (Nai1n.nä 1855,
Vorroni ot Sootti, 8".) I I . Lä. 8. 146, 158,
183, 198, 252, 269, 292, 309, 330, 341, 388,
592; UI . Lä. 8. 22, 28, 84, 119, 144, 150,
208, 219, 278, 366, 378; IV. Lä. 8. 24, 88,
134, 161, 196, 267, 275, 323, 372, 374, dies
sind die an C. von P. G io rdan i gerichte-
ten Briefe. — C.'s Ansichten über die Uebung
der Kunst und das Wesen derselben hat M i s si-
r in i in 68 Paragraphen in seinem Werke (siehe:
VII . Selbständige Biographien C.'s) mitge
theilt. — Kunstblatt (Stuttgart) 1817, Nr. 10,
11, 12 u. f.: „Aus einem Schreiben aus Nom
über die Abhandlungen des Ritters Canova
über die Kolossen des Monte Cavallo u. f. w."
nebst zwei Darstellungen in Steindruck (das
italienische Original ist in Rom 1802 bei
Pag l iav in i erschienen, obige Nummern
des Kunstblattes enthalten die Uebersetzung).
— Canova's Ur the i l über das Nackte:
„Die Sprache der Kunst ist das Nackte, das
muß der Künstler nachahmen, dennoch aber
Sittsamkeit und Nacktheit neben einander
bestehen lassen. Kann er dies nicht, so hat er
eine so niedrige Seele, baß er seine innere
Verderbtheit mit in das unschuldige Gefilde
der Kunst bringt. Nacktheit ist göttlich, sie ist
ein Theil der Werle Gottes selbst. Gäbe es
an unserem Körper etwas, das Gott nicht
wohlgefällig wäre, so Mte er es nicht ge-
schaffen, was aber Gott geschaffen hat, dür-
fen wir uns nicht schämen nachzubilden, doch
stets mit Sittsamteit und mit jenem Schleier
der Schicklichkeit, welchen die Natur zwar
nicht in der Unschuld ihrer Schöpfung, wohl
aber in dem nunmehr eingetretenen Zustande
der Verschlechterung erheischt."
IV. Auszeichnungen. Aufstellungen seiner Viiste,
Monumente :c., die Cauova im Leben oder
im Tode zu Theil geworden. Todtenfeier.
Gedichte auf ihn. I n der Kirche äi 8. 21.
H.L3NQt2. st ?i>2.ri) zu Venebig wurde ihm ein
Denkmal gesetzt, wozu ganz Europa sein
Geld beigesteuert, und Leop. Cicognara
die Subscription eingeleitet hat. Man benutzte
dazu den Entwurf Canova's für ein Denkmal
Tiz ians und das seine Schüler nur we-
nig, als Ehrendenkmal des Meisters, änder-
ten. Es stellt die drei Schwesterkünste
vor, die von Genien geführt werden, um am
Grabe des Meisters zu weinen und Blumen zu streuen. Oergl. darüber: Allgem. Theater-
zeitung von Ad. Bäuer le (Wien 1827, 4°.)
,. XX. Jahrg. Nr. 107 — 109.^1 B. Ferrar i ,
R ina ld i , Zauoomeneghi , Iacopo de'
Mar t i n i , Ant. Bosa und Fabr is haben
das Grabmal in Marmor ausgeführt. Es hat
die Inschrift: H.nt,anio ^knavaü ^rincixi
Leuiptoi-um ^etllti5 suao Ooiisßwiu Vons-
tuin Hyiii8 ^.rtid. Nxco11eii6. 8oän,1i Na-
xiwo Vx Ooniatiano Nurop^o UQivsrsao
^. 2IV000XXVII. — In der Akademie der
schönen Künste zu Venedig befindet sich in der
Lala äsiie riäiiLioni aeoaüeinicde eine Por-
phyrvase, welche auf einem kleinen Monumente
aus carrarischem Marmor aufgestellt. Die Vase
schließt C.'s rechte Hand ein. Das Marmor-
monument ist, nach Gins. Borsato's Zeich-
nung, ein Werk der akademischen Zöglinge.
Auf der Vase steht die Inschrift: DsxtOlu,
213.3111 <Ü2,uovA.<2. Innerhalb des Gestells, auf
welchem die Vase steht, befindet sich einer der
Meißel, dessen sich C. zu bedienen Pflegte u. dar-
unter die Inschrift: Hlioäinuwi amorig mo»
nuineutuin — idäin ßiorike incitkinsntniu. 21t.
sVergl. darüber: Lidliotsca, it,2,1i2,u2,(2la,ii2ud,
8°.) I.I. Lä. 8. 130: «I^ettei-H äei Dr. I».
Tannin! ai vi-ok. Oiov. Rosiui äi ?isa,«
äcio. 10. Juli 1828, worin der ganze Sach-
verhalt dieser Angelegenheit berichtet wird.^ —
Im ?2lN22a älicaiL zu Venedig befindet sich
C.'s Büste, von ihm selbst gemeißelt, aufge-
stellt. Sie erhielt diese Stelle mit 17 Andern
im Jahre 1847 bei der 9. Versammlung der
italienischen Schriftsteller. — Das Athenäum
von Treviso stellte 1823 seine Büste im Ver-
sammlungssaale auf und ließ aus diesem An-
laß eine Denkmünze prägen. — Ein gleiches
that Bologna, in dessen Akademie der schönen
Künste dieses Fest am 28. Juni 1810 Statt
fand. Aus diesem Anlaß schrieb G io rdan i
den in der italienischen Literatur als Muster
des Styls und der Redekunst bezeichneten
?2,neFirioo aä ^. ^Hnova. — Die Stadt
Pabua ließ C. für sein Standbild Padua eine
Statue auf dem ?ra.w äelia valis bei Leb-
zeiten gegen das Herkommen, welches Stand-
bilder Lebender nicht zuließ, errichten. C. ist
von Luigi Verona dargestellt, wie er die
Büste des Procurators Antonio Capel la
arbeitet. — Papst P ius VII. ließ seine
Statue: „Perseus mit der Gorgo in der
Hand" zuerst an die Stelle, wo der Apollo
des Belvebere gestanden, welche durch die
Entführung desselben nach Paris leer ge-
worden, später als C. denselben selbst zurück-
gebracht, diesem gegenüber aufstellen. Im
Decrete nannte er C. den Nebenbuhler des
Ph id ias nnd Prax i te les — I m Jahre
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon