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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 265 -
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Seite - 265 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

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265 1816 wurde C.'s Name in das „goldene Buch' vom Capitol eingetragen, eine höchst selten Auszeichnung, die nur nm die Stadt Roni verdienten Männern gebührt. Es war in Folge der durch C. zunickerworbenen Kunst schätze, welche die Franzosen nach Paris ent- führt, geschehen. Zugleich erhielt Canovc den Titel eines Marchese d'Ischia. — Siebenunddreißig Akademien hatten C. z ihrem Mitgliede ernannt; darunter das In stitut äe ?i-2.uoe; das berühmte Istiwto ä'Italia, dessen Mitglieder eine Pension ge- nießen; die Wahl desselben fiel so einstim- mig aus, daß es seinen Namen auf dci Wahlliste, die dem Kaiser Napoleon vor- gelegt wurde, zweimal aufschrieb; und di< Akademie von München, deren Diplom von Schel l ing verfaßt war. — Die Stad Massa setzte ihm eine öffentliche Inschrift die Republik von San Marino gab ihw 1815 ihr Indigenat. Diese letztere Auszeich- nung war für C. eine unerschöpfliche Quelle des Scherzes und der launigsten Einfälle. Er erwiederte der Republik diese Auszeichnung durch Schenkung schönerKupfer von seinen Wer- ken und durch die Widmung eines Kupferstichs nach seinem Napoleon. — Der Kaiser von Oesterreich gab C. das Commandeurkreuz des Ordens der eisernen Krone und den Leopold- orden. — Neapel, Rom, Rußland sandten ihm ihre Orden. Zahllos ist die Menge der Geschenke, die C. von den Großen der Erde erhielt. Bemerkenswerth darunter ist das Ge- schenk des Königs Ludwig von Haiern mit der Aufschrift: „Viv«3 äncit äs marmore vultus", womit des Künstlers Streben tref- fend charakterisirt war. — Todtenfeier. Wiener Zeitschrift. December 1822. Bericht von G. L. P. S ie Vers über die Todten- feier in Venedig. — Kunstblatt (Stuttgart, 4°.) 1822, Nr. 91. Rede des Grafen Cico- gnara. — Dasselbe 1823, Nr. 21: „Be- schreibung der am 31. Jänner 1323 zu Nom stattgehabten Leichenfeier, wobei M iss i r i n i den Pauegyrikus sprach." — In Neapel, Flo- renz, Mailand und im Athenäum von Treviso fanden großartige Gedächtnißfeiern Statt. — Marmor ta fe l über dem Thore des Hauses I'i-QQcesooui in Venedig: . Ob . vinturusO . Nxtremo . Na III . lä. . Oot. . . Oonssoravit. — Canova's Tod. Ein Gedicht von Eduard Schenk (München 1822) lein des Geuius C.'s würdiges Gedicht in schwungreichen Ter- zinen; besonders treffend ist die an die Aufzäh- lung der größten Kunstwerke Canova's ge- knüpfte Idee, daß diese, obgleich sie ihm alle Unsterblichkeit geben, doch den Tod nicht zu bannen vermögen). — Lidliotsoa (Ikvoviaun. o 813. raeeMn. äsils niißliorl. pro86 6 äi piu 8c6iti camponiinenti xoetici 8U Ild vitk 6 5U. 1k opki'L kd in niortk äi ^. Oanovü. (4 Läo., Vensäig 1823, 3°.). — Wiener Zeitschrift von Schikh, 1334, S. 1045. Zwei Sonette an die Gruppe „Theseus und Eurhytos" und an „Christinens Monu- ment" von Ernst Freih. von Feuchters- lebeu. — Mezzofant i fchrieb auf C. ein Compliment in 30 Sprachen; aus Anlaß dessen erschien ein Epigramm in lateinischer Sprache, welches nach Pietro Giordani 's italienischer Uebersetzung also lautet: Odi Qiis tus loäi dasterä., Oanova,? Leu äi loäarti Ue^okanti o äegiio. II wo 8C5.rpLi 1s Frecclie arti riuuova, N '1 inonäo 6 xisn äsi tuo äiviuo inFe^no. N3I1 oke 82. äsi inonäa o^ni taveiia D63U3>iiieQto jl wo N01U6 yi solo NdoeUa.. V. Porträte. Außer den bei einzelnen, Lebens- beschreibungen und den Darstellungen seiner Werke befindlichen sind noch erschienen: 1) mit der Unterschrift: ^.ntonws Oanova. 2lsi-2 aä viv. äeliii. Lallinssr 8c (L'lvickQu, bei ke'bi'. Lenuiuanu, 4°.). — 2) Blatt ohne Schrift. Canova gemalt von Lampi , der Umriß von 3i nfchewey (Canova, vor ihm ein Dreifuß, mit Kranz und andern Gegenständen, am Monumente des Papstes Nezzonico arbeitend) um das 1.1792. — 3) Unterschrift: Facsimile des Namens: änt. CanovÄ. ^ok.» 8 n pwx. 1823, lithographirt. — 4) Porträt vonVogel, gez. 1813, gest. vonSchwerdt- geburth, in der Urania 1824, wird als das beste der von ihm bestehenden Porträte be- zeichnet. — 5) Unterschrift: ^.ntoki^L Oanova.. Großes Medaillonbild, am unteren Nande; ,7. Ü2r2 a.ä vivuin äsi. et 5eu1p8. (1817)< — 6) C.'s Porträt im Tode. Gezeichnet 13. Oct. 1822 von C. Prayer; dieses Porträt besin- det sich bei Memes und Miss i r in i . — 7) Unterschrift: ^.ntouio Canova. Ua,rodo8O ä'lLo^io (210). „Den Verlust dieses großen unsterblichen Meisters der Bildhauerkunst be- trauert ganz Europa. Sein Leben erlosch zu Venedig am 12. October 1822." Lith. von Hardinger. Mittelmäßige Ausführung eines nicht unähnlichen Porträts. — 8) Un- terschrift : 03.NO72.. Stahlstich von K. Mayer (Nachftich des Bildes von I . Merz. Nr. 95
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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