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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 279 -
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Seite - 279 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

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279 s" nach, daß C. die slavische Kir« chenspräche mit Rnssicismen verunrei- nigt habe. Diese Dienstleistungen bewirk- ten seine Ernennung zum Bischof von Ossero (9. Inli 1740) und zum apostoli- schen Visitator der illyrischen Collegien, drei Jahre später seine Erhebung zur erzbischöfl. Wurde in Zara (11. Jänner 1746). Daselbst erweiterte er nun das illyrische Seminar und hielt die Kirchen- zncht mit solcher Strenge aufrecht, daß er aus Anlaß einer Streitfrage sich nach Ve- nedig zur Rechtfertigung begeben muhte. Bei dieser Gelegenheit erschien von i hm: „In/o?-?na<2ion6 ^s?- ?-aApo?-to a^ ecc." (1750). Die heftigen Angriffe des damaligen Erzbischofs von Ragusa auf seine liturgischen Bücher vertheidigte er iu seiner Schrift: „I6sn.tita cislla li^^a lst- tsT'als ^lava s nscsFn't« H co»«67'va?'!a ns^ lib?-i sacn'" (Köm 1741), welche sich im Archiv der römischen Propaganda befin- det. Auch verfaßte er zwei Abhandlungen, die eine über Vamphre und Hexen, die andere über ein theologisches Thema. In Handschrift hinterließ er u. a.: „ canomcam vi3itatio7tsnt'-^1754). 25 Jahre stand er als eifriger Kirchenfürst seiner Diözese vor. Seine Handschriften gingen in den Besitz seines Neffen Anton Cara- man über. Sliubiok Äi Oittä vsaokia Mmsone ^lb.), 01210' ( Ä 1856, I^eclmsl, uuä 2ükra, e ^.dsUcll) 8. 73. CarcllNV, Giulio (Dichter, geb. in der Lombardei). Zeitgenosse. Ueber sein Leben ist wenig bekannt. Die unten an- gegebene Quelle theilt nur allgemeine Familienbeziehungen über den Dichter mit. Er trat zuerst im 1.1841 mit ei- nem Bande Gedichte öffentlich auf, welche durch den Schwung der Sprache und ihre tiefe Empfindung Aufsehen erregten, und ihm einen Platz unter den besten neuern Poeten Italiens anwiesen. Im Jahre 1843 erschien seine poetische No- velle : ,,Icla ckells !5o^s", welche auf hi- storischem Boden fußt und von der Kri- tik der „IläeFOnäa." von Grossi, und der „?i9. ä6' lolouisi" von Seftini an die Seite gestellt wnrde. Im näm- lichen Jahre gab er auch die « heraus, worin er Szenen aus dem socialen und häuslichen Leben schildert. Seinen eigentlichen Nuhm als Dichter begründete seine Novelle: „^n- 1856, Oolowdo, K6X.8".)) welcher eine zweite, betitelt: „Oannano. 6to?-ia ^una ^overa/amiglia" (Mailand 1850,2 Läs. 12"., wit 3. ic.) folgte. Ueber die letztere waren die Ansichten der Kritik getheilt. In beiden behandelt C. die grel- len Mißverhältnisse des socialen Lebens, wie solche zuerst in der Heimat derselben, in Frankreich, den Stoff poetischer Pro- dncnonen bildeten, und in allen mögli- chen Abarten sich in den übrigen Litera- turen des Continents überlebt haben. Die cbcn bezeichnete Ausgabe der ^ n - 'a" istdieletzte u. mit 150 fleißig gearbeiteten Illustrationen ausgestattet.— Ein anderes und bedeutendes Verdienst um dic Literatur seines Vaterlandes er- warb sich C. durch die rhytmische Ueber- setzung der großen dramatiscken Schö- pfungen Shakespeare's, der den Ita- lienern bisher nur durch die Prosaische aber geschätzte Uebertragung von Carlo Rusconi vermittelt worden war. Von C. erschien im I . 1843: „König 3ear", dann „Mmlet" 1847, dem bis 1853 noch neun Stücke, das letzte: „Ver Nantmann van Venedig" folgten. Viele Arbeiten C.'s be- finden sich zerstreut in periodischen Schrif- ten und Almanachen Italiens, darunter in Predari's ^aoeoitH äi poetl 32äi-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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