Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 303 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 303 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

Bild der Seite - 303 -

Bild der Seite - 303 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

Text der Seite - 303 -

303 visorischen Regierung ein, sich in Turin als lombardische Consulta zu constituiren und stellte sich als Präsident an die Spitze derselben. Nach der Schlacht v. Novara, im Mai 1849, trat er in's Privatleben zurück und lebte fern von allen öffentli- chen Geschäften in Turin. — Christoph (geb. zu Mai land 1722, gest. daselbst 1804). Bater oder Verwandter des Vo- rigen? Ging viel mit Gelehrten, Schrift stellern und Künstlern um, und trieb selbst gelehrte, namentlich rechtswissen- schaftliche, historische und diplomatische Studien. Sein schriftstellerischer Nachlaß ist sehr bedeutend; im Drucke erschien aber nur ein Werk: „Deli" online cislls (Naiianä 1792). (Brockhaus) Conversations-Lexikon (10. Aufl.) III. Bd. S. 695. — Wiganbs Conversa- rions-Lexikon für alle Stände (Leipzig 1852, O. Wigand, Lex. 8°.). XV. Bd. S. 660. — «oug 12 äirsetioli ä« 21. 1s Dr. Notk«r (?2li3 1853) VIII. Vä. 8p. 951. —Meyer (I.), Das große Conversations-Lexikon für gebildete Stände (Hildburghausen 1845, Bibl. Inst., Lex. 8°.) II. Suppl. Bd. S. 816. — Für Casati Christoph: Oestr. National- Encyklopädie (von Gräfferu. Czitann). (Wien 1337) I. Bd. S. 481. Castelli, Ignaz Franz (Dichter, geb. zu Wien ft. Mai 1781). Sein Va- ter war Rechnungsrath bei der Stiftungs- buchhalterei in Wien; der Sohn besuchte ebenda die Normal- und Grammatikal- Classen, und vollendete an der Hochschule die Rechtsstubien. Von früher Jugend an unter weiblicher Obhut wurde er kör- perlich verzärtelt, sein Geist aber gewann dadurch jene Weichheit u. Schmiegsamkeit, die sich im gereiften Manne zur echt hu« manen Gemüthlichkeit entwickelte. Das Liederbuch seiner Tante weckte zuerst seine poetische Ader und schon mit 12 Jahren begann er zu reimen. I n seiner besonde- ren Vorliebe für das Theater verwendete er die kleinen Ersparnisse zum Besuche desselben, da aber diese nicht ausreichten, sein Verlangen vollends zu stillen, so kam er auf den Gedanken, Violine zu lernen, durch diese sollte er einen Platz im Orche- ster erreichen. Es gelang ihm; er kam — seinen Musikmeister im Orchester vertre- tend — iu dasselbe, von diesem auf's Po- dium, und endlich iu's Abeudkränzchen der Schauspieler. Die Idee, einen Ver- such für die Bühne zu wagen, wurde von diesen gefördert und es entstand die Tra- vestie des „König Lear", worüber aber die Censur ihr Verdammungsurtheil fällte. Die damals herrschende Mode, Privattheater zu unterhalten, aus denen manche berühmt gewordene Notabilitäten hervorgingen, bot auch C. Gelegenheit, sich auf der Bühne zu versuchen. Als aber C. die Geheimnisse der Bretter, welche die Welt bedeuten, kennen gelernt, faßte er trotz seines ausgesprochenen Talentes und eines Antrages, den ihm der große Mime Koch mit einem Engagement am Burg- theater gemacht, eine solche Abneigung gegen die Bühne, daß er jeden weiteren Gedanken daran aufgab. Unterdessen setzte C. seine Studien fort, trieb daneben flei- ßig Botanik, und fristete bei seinen nicht günstigen Familienverhältnissen von ei- nem kleinen Stipendium und Uuterricht- ertheilen kümmerlich sein Dasein. Manche Versuche, eine feste Anstellung zu erhalten, mißglückten, bis er im I . 1801 bei der landständischen Buchhaltung in Wien nach vorausgegangener Prüfung als Practi- kant angenommen wurde. Sem Amt ließ ihm Zeit zur Schriftsteller« und von sei- nem Freunde Joseph Ritter von Sey- fr ied, damals Theaterdichter an der Wiedner Bühne, übernahm er anfangs die Ausführung einzelner Scenen und Arieu, später die vollständige Bearbn» tung des Melodrama's „Carline" von Pir6r6court, das unter dem Titel: „Vie Mühle am ÄrdlnneMIm" im I . 1800 Theater an der Wien mit günstigem
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich