Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 305 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 305 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

Bild der Seite - 305 -

Bild der Seite - 305 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

Text der Seite - 305 -

305 1.1826 anläßlich der Genesung des Kai- sers erschienenes Dialectlied fand so gro- ßen Beifall, daß C. seine zerstreuten Ar- beiten in diesem Genre sammelte, 1828 herausgab und so als Begründer eines Liederzweiges in Oesterreich dasteht, wel- cher unmittelbar nach Castelli, von I . G. Seidl, Fr< Stelz Hammer, und C.A. Kaltenbrunner mit seltenem Erfolge gepflegt wurde. Auf eiuer 1839 nach Deutschland unternommenen Reise fand er, dessen Name damals schon in den deutschen Ländern einen guten Klang hatte, überall eine sehr freundliche Auf- nahme und die Universität Jena ernannte ihn zum Doetor. Nachdem er bereits 40 Jahre gedient, trat er als Landschafts- Secretär mit Vorbehalt seiner frühern Verwendung als Herrenstands-Agent und ständischer Bibliothekar in Penston, und zog sich nach Lilienfeld zurück, wo er sich angekauft, ein Haus gebaut hatte und der Natur, wie seiner Liebe zu deu Blumen lebte. Dort brachte er auch das stürmi- sche Jahr 1848 zu, nicht ohne Einfluß auf die ländlichen Bewohner, die er, ver- traut mit ihrer Denk- und Sprechweise, leichter von der Ausübung mancher zu jener Zeit als Necht angesehenen Ge- waltthätigkeit abhielt. I n den letzten Jahren verkaufte Castell i seine schöne Besitzung uud kehrte in die Stadt zurück, wo er sich stets mit literarischen Arbeiten, mit Aufzeichnung seiner Erlebnisse be- schäftigt und iu den Sommermonaten stärkende Reisen unternimmt. Außer den bereits erwähnten Schriften führen wir hier folgende an: „Werke, vollständige Ausgabe letzter Mnd in strenger Auswahl" 15 Bde<(Wien Pichler 1844); wie schon aus dem Titel ersichtlich nur eine Auswahl — „Niirm, eine Sammlung Wiener Anerboten" 12 Lfrgn. Wien 1825—32), eine Unzahl von Bon- mots, Pikanterien u. d. m., welche nicht blos in den Mund des Wieners überge- gangen, sondern Gemeingut aller Gegen- v. Wurzbach, biogr, Lexikon. II. dengeworden, wo die deutsche Sprache heimisch ist; — „Gedichte in österreichischer Mundart" (Wien 1828); — „Mener kebens- bilder" (Wien 1828, 2. Aufl. 1835); — seit 1809 gab er das „Vramatische sträU55» chen", ein Taschenbuch heraus, in dessen 19 Jahrgängen mehr als 60 von ihm bear- beitete Stücke enthalten sind; — seit 1822 redigirte er das Taschenbuch „ M - dignng der Frauen", dessen Fortsetzung im I . 1348 unterbrochen worden; — ferner (von 1810—11) die Zeitschrift „GlMa"; — den „Sammler";— das „Wiener CunnersatiunSblatt" (1822); — u. den „allgemeinen Mener musiku- !i5chen Anzeiger" (1829—40). — Aber auch auf dem Felde ernsterer Disciplinen war C. thätig und es erschien von ihm ein „Wörterbuch der Mundart in Oesterreich nnter der Gnns" (Wien 1847, Tendler und Comp.), welches alle vom Hochdeutschen abweichen- den, dem niederösterreichischen Dialecte eigenthümlichen Wörter, nebst ihrer Er- klärung, Abstammung und Verwandschaft enthält. Grammatische und dialectische Bemerkungen gehen dem Wörterbuche voraus.—Als Humanist besitzt C. mannig- faltige Verdienste O. G. Seidl in der unten angeführten Biographie führt die- selben auf); wir erwähnen hier nur den von C. im I . 1847 gegründeten „Thier- schutzverein in Wien", der langsam aber nicht erfolglos sich entwickelte, und in den letzten Jahren eine eigene periodische Schrift: Ner Thierfrennd" mit dem Beiblatte „Ner Uinderfrennd" herausgibt. — Auch verfaßte C. die „Beschreibung der dem Naisrr Ferdinand geleisteten Grohllldignng" (Wien 1836), welche Denkschrift im Auftrage der Stände veröffentlicht wurde. Noch nach einer Richtung müssen wir C.'s gedenken, und zwar Castelli 's des Sammlers. Als solcher brachte er zwei Sammlnngen zu Stande, eine von Schauspielen — 12,000 Stücke in 3000 Bänden — und damit in Verbindung eine Sammlung von Porträten bekannter Schauspieler und 20
zurĂĽck zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich