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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 312 -
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312 ten übertragen, die nach seinem Dafür- halten dieses verdienten. Durch diesen Vorgang, später auch noch durch Ankäufe — da der Staat seit 1807 eine Dotation dazubewilligt hatte — und durch Geschenke hob er die Sammlung zu einer der bedeu- tendsten Italiens. Zugleich mit derSamm- lung begründete er eine numismatische Bibliothek, die in acht Jahren zu 8000 Bänden anwuchs. C.'s Bemühungen ver- eitelten es auch, daß dieser Schatz in jener Periode nicht gleich vielen andern nach Frankreich wanderte, und daß die Sammlung trotz der Verringerung der Dotation fortbesteht und wächst. Auch legte C. eine sehr merkwürdigen, reiche Samm- lung falscher Münzen an. Die literarischen Arbeiten von C. beschränken sich aus eine kleinere Abhandlung, denn der 1813 von ihm redigirte Katalog hatte keine wissenschaftliche Bedeutung und nur den Zweck, die zum Tausche vorräthigen Münzen bekannt zu machen; — sonst schrieb er: „Isstte»-« Fo^T-a ckls ?ns<Ha- (UkäläQä 1811, 8«.) imt lat.) ftine zweite Auflage mit der Antwort auf die- sen Brief von Dr. I . Mersan erschien im nU3.Fg.2iQ 6no^ol0p66.iHu.6" dessel- ben Jahres). Zahlreiche Materialien zu einer Geschichte der schönen Künste in der Lombardie befanden sich in seinem Nach- lasse. C. hatte nämlich werthvolle Ma- terialien von Gius. Bossi (s. d.) geerbt, und zu diesen Arbeiten seine eigenen hin- zugefügt, doch der Tod vereitelte eine Her- ausgabe, und sie befinden sich jetzt im Besitze des Buchhändlers Melzi, des Sohnes, dessen Vater sie gekauft. Der Sohn läßt aber Niemanden in diesen kost- baren Nachlaß Einsicht nehmen. Wigands Conversations - Lexikon für alle Stände (Leipzig 1847, gr. 8°.) III. Bd. S. 160. — ?,-ecla?-i (F^ano.), VidlioZ^ÜI. enei- 8. 106, 517, öS3 (Artikel: äs). 18Z7, 51-. 8°.) ave von Vo- Cancig, Franz (Maler, geb. zu Görz 3. Dec. 1762, gest. zu Wien 18. Nov. 1828). Kam im Alter von 15 Jah- ren nach Wien, von dem Grafen Guido Cobenzl an dessen Sohn Philipp empfohlen. Der Letztere nahm sich des strebsamen Jünglings liebreich an. C. besuchte die k. k. Gallerie im Belvedere, übte sich fleißig im Figurenzeichnen, und studirte aufmerksam die älteren ital. Mei- ster. Die ihm übrig bleibende Zeit wid- mete er dem Studium der alten Geschichte. Sein Wunsch Italien zu besuchen, wurde schon in vier Jahren erfüllt. Sein Mä- cen Graf Philipp Cobenzl empfahl ihn dem Kaiser Joseph, und auf Kosten des Hofes reiste C. 1781 nach Bologna, wo er die Werke von Carracci stu- dirte, und im folgenden Jahre nach Rom. Zugleich studirte er fleißig alte Geschichte, und besaß über Costüm und Sitten der alten Völker seltene Kenntnisse. Seine Arbeiten fanden selbst in Italien eine beifällige Aufnahme; er erhielt mehrere Aufträge. Nach siebenjähngemAufenthalte zu Nom, kehrte C. nach Wien zurück; aber schon im Jahre 1791 schickte ihn Fürst Kaunitz nach Mantua mit Kunst- aufträgen; dann begab er sich nach Venedig, wo er fünf und ein halb Jahr die Werke Tit ians und der anderen Künstler, deren Arbeiten sich dort be- finden, studirte. Die Ausbeute seines 14jährigen Aufenthaltes in Italien be- stand aus nahezu 2000 Zeichnungen, Studiennach Naphael, Abrissen von an- tiken Gebäuden, eigenen Compositionen aus der griechischen und römischen Ge- schichte. Sie sind größtentheils in Negal- folio, mit der Feder gezeichnet, mit dem Tusche schattirt, und schöne Belege seines seltenen Zeichnungstalentes und seiuer gediegenen historischen Kenntnisse. 1797 kehrte er wieder nach Wien zurück, und fand schon in zwei Jahren (1799) die seltene Anerkennung seiner Verdienste
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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